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Konzert im KKL: Mit dem Schwung eines ungarischen Boleros

Doppelt spannender Auftakt zu den Migros-Classics-Konzerten in Luzern: Neben dem Solisten Louis Schwizgebel löste mehr die Ungarische Nationalphilharmonie die hohen Ansprüche ein.
Urs Mattenberger
Der Pianist Louis Schwizgebel. Bild PD

Der Pianist Louis Schwizgebel. Bild PD

Bei Virtuosenstücken wie dem ersten Klavierkonzert von Franz Liszt kann einem immer wieder bange werden: Schafft er das? Beim Auftritt von Louis Schwizgebel am Mittwoch im KKL-Konzertsaal gab es nur einen solchen Moment, und das nach getaner Arbeit: Der Pianist nestelte nach seinem letzten Akkord an seinem Jackett herum und nutzte das Orchesternachspiel, um im allerletzten Moment vor dem Applaus dessen Knopf zu schliessen.

Das Detail war bezeichnend für seinen Auftritt mit der Ungarischen Nationalphilharmonie unter der Leitung von Zsolt Hamar: zum einen für die Souveränität, mit der der junge Schweizer Pianist die Schwierigkeiten des Stücks ohne «Technikbolzerei» (Interview in der Ausgabe vom Dienstag) meisterte, zum andern für eine gewisse Distanziertheit, für die auch der kühle, kristallklare Ton des Pianisten stand. Der bewahrte zwar selbst in wilden Akkordkaskaden klare Konturen, liess aber an lyrischen Stellen die Wärme und den singenden Ton vermissen, den die Soloklarinette im Dialog mit dem Klavier wunderbar vorführte.

Die Ungarische Nationalphilharmonie zeigte reihenweise solche Qualitäten und wurde auch dank einem attraktiven Rahmenprogramm zum Star dieses Migros-Classics-Konzert. Schon Sandor Veress’ Trauermusik für Béla Bartók steigerte sich als ungarischer Bolero zum vitalen Klang- und Rhythmus-Rausch. Den Hang zu knalligen Akzenten glichen Orchester und Chefdirigent auf durch vorzügliche und fein abgemischte Solo- und Registerleistungen. Höhepunkt diesbezüglich wurde Liszts ebenso innig wie prachtvoll interpretierte Faust-Sinfonie nach der Pause.

Im Vorkonzert, in dem Studienpreisträger des Migros-Kulturprozents auftreten, hatte der Bariton Alexandre Beuchat ein Heimspiel. Gut möglich, dass es bald wieder zu einem solchen kommt. Beim eben durchgeführten Kulturprozent-Instrumentalwettbewerb erhielt der Perkussionist Luca Staffelbach aus Altishofen (22) einen Studienpreis.

www.migros-kulturprozent- classics.ch

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