Chor
Kammerchor Molto Cantabile: Installation liess die Betonwände abheben

Der Chor Molto Cantabile definiert mit seinem Programm «verspiegelt» einmal mehr Chorkonzerte neu: Der Auftritt in der Johanneskirche Luzern war, elektronisch unterstützt, auch visuell ein Ereignis.

Urs Mattenberger Jetzt kommentieren
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Der Raum spielte fantastisch mit: Der Kammerchor Molto Cantabile in der Johanneskirche Luzern.

Der Raum spielte fantastisch mit: Der Kammerchor Molto Cantabile in der Johanneskirche Luzern.

Roger Gruetter

Die Betonwände in der verdunkelten Johanneskirche Luzern beginnen zu atmen. Pulsierende Gewebe gleiten über die nackten Steinflächen und Kanten hinweg, die sich über den Sängern des Chors Molto Cantabile türmen. Auch die Musik – Tomek Kolczynskis «Power of Wisdom» – bringt Bewegung in den Raum. Der Chor verteilt sich in der weitläufigen Szenerie des Kirchenraums. Und wenn sich elektronische Klänge in die archaischen Gesänge mischen, überziehen sie diese wie mit einer zweiten Haut – ähnlich wie die visuellen Projektionen von Hala Ghataseheh die Betonskulpturen der Kirchenwände.

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