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MOSKAU: Russische Abgeordnete kritisieren Ukraines ESC-Sieg als politisch

Russische Politiker haben den Sieg der ukrainischen Sängerin Jamala beim Eurovision Song Contest (ESC) als politische Entscheidung verurteilt. «Es waren nicht die ukrainische Sängerin Jamala und ihr Lied '1944', die den ESC 2016 gewonnen haben, es war ein Sieg der Politik über die Kunst», sagte der russische Senator Franz Klinzewitsch am Sonntag russischen Nachrichtenagenturen.
Jamala hat den ESC-Sieg 2016 in die Ukraine geholt. (Bild: AP)

Jamala hat den ESC-Sieg 2016 in die Ukraine geholt. (Bild: AP)

Möglicherweise solle Russland im nächsten Jahr dem Wettbewerb fernbleiben, der dann in der Ukraine ausgetragen wird. Der Vorsitzende des Aussenausschusses im russischen Oberhaus, Konstantin Kotschatschew, erklärte auf seiner Facebook-Seite, «der Punktzahl nach hat die Geopolitik die Oberhand gewonnen».

Der Sieg beim ESC könne die prowestliche Führung der Ukraine ermutigen und den ohnehin stockenden Friedensprozess im Osten der Ukraine weiter in Mitleidenschaft ziehen. «Aus diesem Grund hat die Ukraine verloren», erklärte er.

Jamala besingt in «1944» die Deportation der Krimtataren unter dem sowjetischen Diktator Josef Stalin. Die Krimtataren hatten wegen dieser Erfahrung auch gegen die Annexion der Krim im Jahr 2014 protestiert - und bekommen seitdem Moskaus Härte zu spüren. Jamalas Lied hatte bereits im Vorfeld des ESC in Russland Kritik ausgelöst.

Jamala freut sich über ihren Sieg beim Eurovision Song Contest. (Bild: MAJA SUSLIN)
Die grosse Siegerin: Jamala gewinnt für die Ukraine. (Bild: MAJA SUSLIN)
Justin Timberlake war auch zugegen. (Bild: MAJA SUSLIN)
Jamala gab bei ihrem Auftritt alles. (Bild: MAJA SUSLIN)
Joe und Jake waren für Grossbritannien am Start. (Bild: MAJA SUSLIN)
Nika Kocharov und Young Georgian Lolitaz sangen für Georgien. (Bild: MAJA SUSLIN)
Nina Kraljic aus Kroatien performt ihren Song «Lighthouse». (Bild: MAJA SUSLIN)
Dami Im aus Australien. (Bild: MAJA SUSLIN)
Justs aus Lettland. (Bild: MAJA SUSLIN)
Barei ging mit ihrem Song «Say Yay!» für Spanien an den Start. (Bild: MAJA SUSLIN)
Nina Kraljic aus Kroatien. (Bild: MAJA SUSLIN)
Fans von Jamie-Lee Kriewitz. (Bild: DANIEL BOCKWOLDT)
Sergey Lazarev aus Russland. (Bild: MAJA SUSLIN)
13 Bilder

Ukraine gewinnt den Eurovision Song Contest

«Russland Sieg geraubt»

Die auflagenstarke Zeitung «Komsomolskaja Prawda» überschrieb ihren Artikel zum ESC mit dem Titel «Wie die europäische Jury Lazarev den Sieg geraubt hat». Wegen des politischen Inhalts des Gewinnerliedes müssten die Ergebnisse überprüft werden.

Der russische Sänger Sergey Lazarev war im Vorfeld als Favorit gehandelt worden, landete letztlich aber auf dem dritten Platz. Beim Publikum lag Lazarev zwar vorn - bei der Jury schnitt er jedoch nicht so stark ab.

Um die Spannung zu erhöhen und tatsächlich erst am Ende der Auszählung den Sieger zu kennen, wurden in diesem Jahr die jeweils fünfzig Prozent der Gesamtpunkte ausmachenden Punkte von Jury und Publikum getrennt vorgetragen. In der Summe führte dies dazu, dass Jamala 534 Punkte hatte, die zweitplatzierte Australierin Dami Im 511 Punkte und Lazarev 491 Punkte.

sda

Er wurde als Favorit gehandelt: der Russe Sergey Lazarev. Schliesslich landete er «nur» auf Rang 3. (Bild: AP)

Er wurde als Favorit gehandelt: der Russe Sergey Lazarev. Schliesslich landete er «nur» auf Rang 3. (Bild: AP)

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