Luzerner Kultband Mothers Pride mit Comeback nach neun Jahren

Ohne viel Aufhebens hat sich die Luzerner Kultband wieder vereint. Und gibt am Donnerstag in Zug ein erstes Konzert.

Arno Renggli
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Eigentlich wollte Tobi Gmür letztes Jahr eine musikalische Pause machen, nachdem er längere Zeit mit seinem Soloprojekt unterwegs war. Und davor über 20 Jahre lang Frontman der legendären Luzerner Rockband Mothers Pride. Doch just diese Mothers Pride beendeten die Pause vorzeitig: Bandkollege Samuel Gallati hatte Ideen für ein Comeback. Und schon im Herbst probte die Band in gleicher Besetzung wie beim letzten Konzert vor über neun Jahren.

In der alten Besetzung wieder auf der Bühne: Mothers Pride mit Kuno Studer, Tobi Gmür, Samuel Gallati und Domi Meyer (von links).

In der alten Besetzung wieder auf der Bühne: Mothers Pride mit Kuno Studer, Tobi Gmür, Samuel Gallati und Domi Meyer (von links).

Bild: PD

«Wir steckten die Instrumente ein, und es klang sofort wieder», berichtet Tobi Gmür von der ersten Probe. Auch die Chemie stimmte von neuem, so trafen sich die vier Musiker jede Woche, um alte Songs einzuüben – und auch einige neue. Das Beste daraus soll am Donnerstag im Galvanik Zug zu hören sein.

Sie sind gelassener, und so klingt es auch

Ob es nach neun Jahren und mit entsprechendem Älterwerden anders klingt als damals, wollen wir von Tobi Gmür wissen. «Die Energie ist hoffentlich noch voll da», antwortet er. «Aber es klingt etwas gelassener und aufgeräumter als damals.» Trotzdem fehle es nicht an Kribbeln und Vorfreude auf das Comeback nach so langer Pause.

Noch sind die Ambitionen bescheiden, auch das Comeback wurde nicht an die grosse Glocke gehängt. Und ein neues Album steht noch nicht zur Debatte. «Vielleicht dann, wenn das Publikum besonderes Interesse an den neuen Songs zeigt», sagt Gmür. Jetzt wolle man einfach möglichst viel spielen, ohne kommerziellen Druck. Indes steht bereits eine Zwangspause an. Tobi Gmür muss sich einer präventiven Herzklappenoperation unterziehen. Ab Juni kann es weitergehen, erste Auftritte sind terminiert. Und sollten die vier nochmals Ernst machen, dann weiterhin nur aus Spass.

Mothers Pride: Donnerstag, 5. März, 19 Uhr (Türöffnung) im Galvanik Zug, Eintritt frei. Weitere Gigs: 14. März Meyer Kulturbeiz Luzern (ausverkauft), 13. Juni Gasthaus Bauernhof Seewen, 27. Juni Neustadt Luzern, 24. Oktober Somehuus Sursee.