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MURI: Sie leben ihren US-amerikanischen Traum

300 heisse Schlitten, Oldtimer und US-Cars und ein über die Leinwand flimmernder Thriller drücken dem Autokino Muri den Stempel auf.
Dominic Dubler und Michelle Müller haben sich einen idealen Platz vor der Leinwand des Autokinos in Muri ergattert. (Bild: Werner Schelbert)

Dominic Dubler und Michelle Müller haben sich einen idealen Platz vor der Leinwand des Autokinos in Muri ergattert. (Bild: Werner Schelbert)

Auf dem Hof Bergmatt, hoch über Muri, ging es am vergangenen Freitagabend hoch zu und her. Rund 300 Oldtimer, umgebaute VW-Busse, säuberlich polierte US-Cars und heisse Schlitten wurden von Cowboyhüten tragenden Platzanweisern in Reih und Glied vor einem Kran postiert. Aus den Fahrzeugen stiegen Menschen, die kaum Zeit fanden, die herrliche Aussicht auf die Reussebene und den Uetliberg zu geniessen.

Elvis kommt im Cadillac

Ihre Aufmerksamkeit galt nur noch den Autos, deren stolze Besitzer bereitwillig Auskunft gaben. Daniel Menzi aus Aarau, der in einem Cadillac Fleetwood, Baujahr 1959, vorgefahren war, erzählte: «Ich besitze diesen Wagen mit der höchsten jemals gebauten Heckflosse seit etwas mehr als einem Jahr. Mein Schatz Kirsten Behrens und ich sind hierhergekommen, um uns den Thriller ‹Driver› anzuschauen, der um 22 Uhr über die Leinwand flimmern soll.» Kaum gesagt, stampften sie dem Festzelt entgegen, um sich mit einem traditionellen, reich belegten, saftigen Mega-Burger und mit Pommes zu verköstigen.

Kurze Zeit später fuhr ein Cadillac Fleetwood, Baujahr 1960, mit eingeschalteter Hupe und ständig aufflackernden bunten Lichtern vor, aus dem Nigel Kingsley, im Elvis-Outfit, und seine Entourage ausstiegen. Der Elvis Presley stark ähnelnde Nigel Kingsley mochte nicht viele Worte über seinen Cadillac verlieren. Der in Mellikon bei Zurzach wohnhafte Presley-Imitator verkündete lieber: «Ich bin schon in 45 Ländern aufgetreten. Im September kommt das 46. Land hinzu Albanien.» Aber nun, sagte er, wolle er mit seinem Gefolge das hier herrschende American-Feeling geniessen.

Regen steigert die Dramatik

Mit einem Blick gegen den Himmel, der immer mehr mit Regenwolken überzogen wurde, sagte Marco Stadler, der Präsident des Vereins Autokino Muri: «Ein allfälliger Regenguss ist kein Problem. Schlimmer wäre es, wenn es stark winden würde. Dann müssten wir die an einem Kran befestigte Grossleinwand herunterlassen.» Es sei in der 19-jährigen Geschichte des Autokinos Muri zur Tradition geworden, dass am Freitag ein Kultfilm und am Samstag ein Film für die ganze Familie mit Kind und Kegel über die Leinwand flimmern würde.

Um Punkt 22 Uhr war es dann so weit. Der Film lief an. Der «Driver» (Ryan Gosling), der sein Geld tagsüber als Stuntfahrer in Hollywood verdient und in der Nacht als Fluchtwagenfahrer tätig ist, geriet in Teufels Küche, als er sich in seine Nachbarin, die alleinerziehende Mutter Irene (Carey Mulligan) verliebte. Als deren Ehemann aus dem Knast entlassen wird und Driver einen Job vorschlägt, willigt dieser ein, ohne zu ahnen, was das auslösen wird. Der Coup geht schief und Driver muss, zusammen mit Irene, um das Leben kämpfen.

Zum Film passend, öffnete der Himmel über Muri seine Schleusen, was die Dramatik noch zusätzlich zu steigern vermochte.

Martin Mühlebach

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