MUSIK: Die russische Klavierschule am Tastentag des Piano Festivals Luzern

Lucerne Festival am Piano präsentiert vom 19. bis 27. November vier Solokonzerte, zwei Klavierkonzerte und ein kammermusikalisches Konzert. Den diesjährigen Tastentag widmet es der russischen Klavierschule.

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Am letztjährigen Lucerne Festival am Piano debutierte der Russe Pavel Kolesnikov, wie im Bild zu sehen, in der Lukaskirche. Im Jahr 2016 werden drei junge Pianisten russische Stücke spielen. (Bild: Peter Fischli / LUCERNE FESTIVAL)

Am letztjährigen Lucerne Festival am Piano debutierte der Russe Pavel Kolesnikov, wie im Bild zu sehen, in der Lukaskirche. Im Jahr 2016 werden drei junge Pianisten russische Stücke spielen. (Bild: Peter Fischli / LUCERNE FESTIVAL)

Eröffnet wird das Festival mit einem Solokonzert von Grigory Sokolov. Der 66-Jährige, der sich den gängigen Marketingmechanismen verweigert, spielt unter anderem eine Arabeske und eine Fantasie von Robert Schumann.

Dem 25-jährigen amerikanischen Organisten Cameron Carpenter obliegt es, das zweite Solokonzert zu bestreiten. Er wird nicht nur Musik grosser Orgelkomponisten wie Johann Sebastian Bach und Olivier Messiaen spielen, sondern auch für die Orgel bearbeitete Klaviermusik, etwa von Franz Liszt oder Aleksandr Skrjabin. Er spielt dabei auf seinem eigenen Instrument.

Der 29-jährige russische Pianist Igor Levit widmet sich in seinem Rezital Bachs Goldberg-Variationen. Fünf Tage vor seinem 70. Geburtstag wird Rudolf Buchbinder am 26. November Werke von Robert Schumann und Franz Liszt in Luzern interpretieren.

Die beiden Klavierkonzerte werden von der bald 72-jährigen Portugiesin Maria João Pires und dem Kammerorchester Basel unter Trevor Pinnock sowie vom 69-jährigen US-Bürger Murray Perahia und der Academy of St. Martin in the Fields bestritten. Beenden wird das Festival Lars Vogt mit Werken von Johannes Brahms. Der 46-jährige deutsche Pianist wird sich von drei Streichern begleitet.

Der zweite Festivaltag, der Sonntag 20. November, ist Tastentag mit einer Konzertserie, die um 11 Uhr beginnt. Drei junge Pianisten (Georgy Tchaidze, Alexej Gorlatch, Nareh Arghamanyan), die in der Sowjetunion geboren wurden, spielen russisches Repertoire. In einem Vortrag wird ferner der Hintergrund der russischen Klaviermusik erläutert.

Auch am diesjährigen Piano-Festival fehlt das Piano Off-Stage nicht. Acht Jazz-Pianisten werden in Luzerner Bars und Restaurants vom 22. bis 27. November aufspielen. (sda)