Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

MUSIK: Kein «Stille Nacht» bei Delia Mayer

Die 50-jährige TV-Kommissarin moderiert im KKL zwei Aufführungen des Luzerner Sinfonieorchesters. Obwohl sie es als studierte Musikerin bestens könnte, singt sie nicht mit. Noch nicht.
Hans Graber
Delia Mayer zeigt sich immer wieder mal von ihrer musikalischen Seite, hier am Kontrabass anlässlich einer Aufführung ihrer «Crime Songs». Für 2018 plant sie ein neues eigenes Musikprogramm. (Bild: Benjamin Manser (St. Gallen, 1. März 2017).)

Delia Mayer zeigt sich immer wieder mal von ihrer musikalischen Seite, hier am Kontrabass anlässlich einer Aufführung ihrer «Crime Songs». Für 2018 plant sie ein neues eigenes Musikprogramm. (Bild: Benjamin Manser (St. Gallen, 1. März 2017).)

Interview: Hans Graber

hans.graber@luzernerzeitung.ch

Ist Weihnachten für Sie Stress, oder können Sie die Festtage entspannt angehen?

Das ist nicht immer gleich. Meistens arbeite ich bis kurz davor, bei Konzerten oder Theatervorstellungen kommt es auch oft vor, dass ich an Weihnachten selber spiele. Wenn immer möglich versuche ich aber, im Kurzzeitverfahren etwas zu zaubern.

Was gibt es denn zu zaubern?

Wir haben über die Weihnachtstage regelmässig ein offenes Haus, nicht nur am 24. Es kommen da auch immer Verwandte und Freunde, Alleinstehende, Einsame. Ich bin so eine Art Lumpensammler – im besten Sinne.

Und was wird da gemacht?

Gutes Essen natürlich, aber kein Traditionsmenü, immer etwas anderes, von mir gekocht. Geschenke gibt es nur für die Kinder, nicht aber für Erwachsene. Und Musik gehört dazu. Musik hören und Musik machen.

Weihnachtsmusik?

Nur am Rande. Ein paar kitschige Ami-Weihnachtslieder müssen schon sein, Bing Crosby und so, aber es geht meist mehr Richtung Jazz oder wonach einem sonst grad der Sinn steht.

Aber kein «Stille Nacht» und kein «O du fröhliche»?

Nein. Schlimm, oder?

Ein bisschen schon.

Zu meiner Ehrenrettung: Es rührt mich jeweils schon sehr, wenn ich Kinder die traditionellen Lieder singen höre, da beginne ich immer zu weinen.

Sie sind nächsten Mittwoch am Weihnachtssingen des Luzerner Symphonieorchesters mit dabei, ebenso am vorgängigen Weihnachtskonzert für Familien. Müssen Sie dort nicht singen? Immerhin haben Sie doch mal ein Studium in klassischem Gesang absolviert.

Nein, ich singe da nicht, ich ­moderiere diesen Anlass, und schaue, dass die Programmpunkte mit Orchester, Instrumentalisten, verschiedenen Chören – darunter auch ein Mädchenchor und die Luzerner Sängerknaben – harmonisch zusammenfliessen. Dazwischen lese ich eine Weihnachtsgeschichte vor. Zu viel verraten will und darf ich nicht, aber sie soll neben schön und lieb und besinnlich auch noch lustig sein. Beim Konzert für Eltern und Kinder ist das Programm etwas angepasst – falls die etwas Kleineren nicht ganz so lange still sitzen mögen.

Unvermeidlich ist, dass man heute in Ihnen immer auch die «Tatort»-Kommissarin Liz Ritschard sieht, auch an einem Weihnachtskonzert. Wie gehen Sie damit um?

Im KKL trage ich nicht das Kostüm der Liz und habe auch keine Waffe in der Gesässtasche. Insofern bin ich dann einfach die, die ich schon immer war, die Delia Mayer. Die hat es lange vor der Kommissarin Ritschard gegeben. Ein Weihnachtskonzert ist ja doch sehr weit weg ist von einem «Tatort». Wenn ein Notenständer umfällt oder so ähnlich, werde ich nicht mit Ermittlungen beginnen.

Im KKL wurde diesen Sommer auch eine «Tatort»-Folge gedreht …

… ja, das war richtig toll. Mein eigentliches KKL-Debüt aber war ein Konzert nach der Veröffentlichung meiner CD «These Days» im Jahr 2006.

Dann sind Sie also im KKL doch schon sehr gut zu Hause.

Ja, spätestens seit den Dreharbeiten zu diesem «Tatort», der übrigens im Frühling 2018 gesendet wird, kenne ich jetzt fast ­jeden Winkel. Es ist ein wunderbares Haus mit einer umwerfenden Architektur und einer grossartigen Akustik. Wirklich beeindruckend. Wenn ich in Luzern drehe, besuche ich immer mal ein Konzert, zuletzt Beethoven und Fado. Das geschieht immer sehr spontan, weil der Feierabend nach einem Drehtag nie ganz planbar ist.

Welche Pläne haben Sie für 2018?

Ich habe mehrere Eisen im Feuer, die aber noch nicht alle spruchreif sind. «Tatort» bleibt selbstverständlich, nach der KKL-Episode von Regisseur Dani Levy ist soeben eine weitere in der Regie von Andreas Senn abgedreht worden, und 2018 stehen wieder zwei an. Zudem arbeite ich an einem neuen Musikprogramm mit wieder vermehrt eigenen Songs. Mit den «Crime Songs» war ich nun über einen längeren Zeitraum viel unterwegs, und meine Tätigkeit als Kommissarin ist, glaube ich, nun auch anständig verdaut. Verraten darf ich auch noch, dass bereits ein weiteres grösseres Musikprojekt mit dem Luzerner Sinfonieorchester in Planung ist – dannzumal mit mir als Sängerin.

Hinweis

Delia Mayer moderiert das traditionelle Weihnachtssingen des Luzerner Sinfonieorchesters und diverser Chöre: Mittwoch, 20. Dezember, 18.00 Uhr (Familienkonzert) und 19.30 Uhr, Konzertsaal KKL. www.sinfonieorchester.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.