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MUSIK: Lucerne Festival stellt die Frauen ins Scheinwerferlicht

Lucerne Festival, das am nächsten Freitag startet, hebt dieses Jahr die Leistungen der Frauen im klassischen Musikbetrieb hervor. Elf Dirigentinnen, über 40 Solistinnen und 25 Komponistinnen kommen in den fünf Festivalwochen mit seinen weit über hundert Anlässen zu einem Auftritt.
Oder Konstantia Gourzi wird am Dirigentenpult ein eigenes Werk zur Uraufführung bringen. (Bild: Lucerne Festival)

Oder Konstantia Gourzi wird am Dirigentenpult ein eigenes Werk zur Uraufführung bringen. (Bild: Lucerne Festival)

«PrimaDonna» heisst das Motto des Sommer-Festivals. Die Stellung der Frau im Musikleben sei nach wie vor alles andere als prima, erklärt Intendant Michael Haefliger das Motto, das den Frauen die Hauptrolle zuweisen soll: «prima la donna».

Sämtliche Künstlerinnen haben heuer Stargast-Stellung und treten als «artiste étoile» auf. Dieses Label ist sonst am Lucerne Festival jeweils nur ganz wenigen Künstlerinnen oder Künstlern vorbehalten.

Den Frauen gewidmet ist folglich auch der diesjährige «Erlebnistag» (21. August). Dieser besteht aus sechs kürzeren Konzerten, an denen neben drei Solistinnen auch vier Komponistinnen und fünf Dirigentinnen die Hauptrolle spielen werden.

So wird sich die Dirigentin Mirga Gra¸inyté-Tyla, die beim City of Birmingham Symphony Orchestra Andris Nelsons als Music Director ablöst, an diesem Tag in Luzern vorstellen. Oder Konstantia Gourzi wird am Dirigentenpult ein eigenes Werk zur Uraufführung bringen.

Selten eine Maestra

Gerade mit Frauen am Pult tut sich die Musikwelt noch immer schwer. Je berühmter ein Orchester, desto seltener werde es von einer Maestra geführt, umschreibt Lucerne Festival die Situation.

Dies beweist auch das Programm des Festivals selbst. Von den grossen 28 Sinfoniekonzerten, die den Rückgrat des Anlasses bilden, werden nur vier von Frauen dirigiert. Diese sind Barbara Hannigan (Mahler Chamber Orchestra), Marin Alsop (São Paulo Symphony Orchestra), Susanna Mälkki (Orchester der Lucerne Festival Academy) und Emmanuelle Haïm (Wiener Philharmoniker).

Etliche Solistinnen, die dieses Jahr am Sommer-Festival auftreten, gehören zu den weltbesten und waren in Luzern schon zu hören. Zu diesen gehören die Pianistin Martha Argerich, die Sängerin Cecilia Bartoli, die Cellistin Sol Gabetta oder die Geigerinnen Isabelle Faust und Anne-Sophie Mutter.

«composer-in-residence» ist die Österreicherin Olga Neuwirth. Ihr neues Werk für Schlagzeug und Orchester wird vom Orchester der Lucerne Festival Academy und dem Perkussionisten Martin Grubinger zur Aufführung gebracht. Auch Werke von Komponistinnen der Vergangenheit werden in Luzern zu hören sein, etwa von Ethel Smyth oder Alma Mahler.

Chaillys Einstand

Den Auftakt zum Konzertreigen machen wird tradtionsgemäss das Lucerne Festival Orchestra, erstmals mit seinem neuen Dirigenten Riccardo Chailly. Auf dem Programm steht Gustav Mahlers Sinfonie der Tausend, die einzige Mahler-Sinfonie, die Chaillys Vorgänger Claudio Abbado mit dem von ihm gegründeten Orchester nicht aufführte. Die Eröffnungsrede hält die Sängerin und Dirigentin Barbara Hannigan.

Rund ein Dutzend weiterer und namhafter Sinfonieorchester wird danach im Konzertsaal des KKL Luzern mindestens einen Auftritt haben. Das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam kommt erstmals mit seinem neuen Dirigenten Daniele Gatti nach Luzern. Dirigent Kiryll Petrenko hat mit dem Bayerischen Staatsorchester sein Luzern-Debut.

Total bietet Lucerne Festival weit über 100 Anlässe an, von Meisterkursen bis zu Konzerte für Kinder. Auch dieses Jahr versucht es, den traditionellen Konzertbetrieb mit Spezialanlässen aufzubrechen. Die Apero-Reihe «40min» und die Lounge-Reihe «Interval» etwa bieten Musik ausgewählter Festivalkünstler in lockerer Atmosphäre an.

Auf dem neben beim KKL Luzern gelegenen Inseli-Park finden Open-Air-Veranstaltungen statt. Es sind dies die Live-Übertragung des Eröffnungkonzertes und drei Überraschungskonzerte.

sda

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