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Arbeiten an Weihnachten:
Musik ist Nahrung für die Seele

Bereits seit zehn Jahren verbringt die in Basel lebende Cellistin Bettina Messerschmidt Heiligabend in der Kathedrale St. Gallen und beschenkt als Musikerin des Collegium Musicum der Dommusik das Publikum zur Mitternachtsmesse mit Musik.
Martin Preisser
Dreimal in der Kathedrale St. Gallen: Cellistin Bettina Messerschmidt. (Bild: PD)

Dreimal in der Kathedrale St. Gallen: Cellistin Bettina Messerschmidt. (Bild: PD)

In den gottesdienstlichen Ritus eingebunden und mit vielen Menschen verbunden zu sein, da werde Musikmachen zur gelebten Weihnachtsidee. Neben einem kleinen Unterrichtspensum arbeitet die Musikerin vor allem als freischaffende Cellistin. Ein Auftritt an Heiligabend und dann zwei am ersten Weihnachtsfeiertag, sowohl mit einem barocken wie auch mit einem modernen Violoncello, bedeuten also auch eine Verdienstmöglichkeit. «Hätte ich Kinder, würde ich an Weihnachten nicht spielen», sagt Bettina Messerschmidt, die in Basel am ersten Weihnachtsfeiertag erst nach 22 Uhr mit ihrem Lebenspartner mit dem privaten Weihnachten beginnen kann.

«Der Auftritt im Dom hat fast etwas Familiäres»

Das Gefühl an Weihnachten etwas geben zu können, beflügelt die aus dem deutschen Halle stammende Musikerin, die in St. Gallen in verschiedenen Ensembles immer wieder engagiert wird. «Auch ich komme wie viele andere erschöpft an Weihnachten an, aber mit einem guten Gefühl.» Die Auftritte im St. Galler Dom hätten fast etwas Familiäres. Die Musikerinnen und Musiker kennen sich; mit einer Freundin wohnt Bettina Messerschmidt im gleichen Hotel. Mit Musik bekomme die Seele Nahrung, ist sie überzeugt. Musik an Weihnachten, das sei für die Menschen, von denen die meisten heute ja über Zeitnot klagten, ein Ruhepol, ein Gegenpol auch zur ständig schneller sich drehenden virtuellen Welt. Musik in der Kathedrale zu hören, könne auch bedeuten, wieder einmal Zeit zu haben, sich auf etwas einzulassen, so etwas wie ungeteilte Aufmerksamkeit zu erleben.

«Weihnachtsgottesdienste mit Musik, da sind wir nah am Weihnachtsgedanken dran», sagt die Cellistin, und doch empfindet sie diese Art Weihnachten zu feiern auch als Luxus. «Es ist auch ein Stück weit eine heile Wohlfühlwelt, die wir uns an Weihnachten in unseren Breiten wünschen und ermöglichen. Für ganz viele Menschen weltweit ist Weihnachten aber sehr weit entfernt von diesem Aspekt.»

Weihnachtsmusik:

24.12., 23 Uhr; 25.12., 11 und 18 Uhr, Kathedrale, St. Gallen

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