Openair Gampel
85'000 Zuschauer am «Party»-Openair in Gampel

Das 27. Open Air in Gampel ist längst eine feste Grösse auf dem Festival-Kalender, doch im Wallis geht es vor allem auch um die Party drum herum. Die az mischte sich unter das Partyvolk.

Lars Gansäuer
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Einer der musikalischen Höhepunkte am Open Air Gampel: die Foo Fighters (Archiv)

Einer der musikalischen Höhepunkte am Open Air Gampel: die Foo Fighters (Archiv)

Keystone

Der Planet sticht, die Luft hat Körpertemperatur, doch im Wallis scheint man mit der Sonne kaum ein Problem zu haben. Von Donnerstag bis Sonntag wurde gefeiert. «Wir sehen uns als ein echtes Party-Open Air», stellt Medienchef Olivier Imboden auch sofort klar. «Wir haben viel Main-Stream Musik, aber sind immer darum bemüht, unseren Besuchern viel drum herum zu bieten.»

Doch die Musik bleibt der Hauptanlass: Die Foofighters am Donnerstag waren ein echtes Highlight und lockten bereits 18'000 Fans auf das Festivalgelände. «Damit haben wir unser Potenzial auch ziemlich ausgereizt», stellt Imboden fest.

Am Samstag, mit CRO, Frei.Wild, Bush, Patent Ochsner und Cypress Hill als Top-Acts fehlte es auch hier nicht an echten Zuschauermagneten. Stress, Bastian Baker und Stefanie Heinzmann rundeten den Musik-Mix ab. 85'000 Menschen kamen an den vier Festivaltagen nach Gampel und genossen die Musik und Party - in typisch Walliser Stil mit Raclette, und natürlich Fendant, Bier und anderem Hochprozentigen.

Gratis Trinkwasser gegen die extreme Hitze

Die befürchteten Exzesse und Auseinandersetzungen blieben weitestgehend aus: «Die Leute hier wissen wie man feiert, aber scheinbar auch wo die Grenzen sind», sagt Sicherheitschef Hans Marinitsch. Er ist Experte für solche Anlässe und auch ihm als Österreicher ist früh aufgefallen: «Es ist speziell hier, die Leute, die Berge, die Stimmung - ich bin sehr gerne hier.»

Auch gegen die Hitze von bis zu 36 Grad ging man im Wallis seinen eigenen Weg: Es gab gratis Trinkwasser und erstmals wurde auch eine mobile Schneekanone eingesetzt, die feinste Wassertröpfchen in die Menge blies. Und so blieb es auch beim Sanitätsdienst und der Polizei weitgehend ruhig. Dank Prävention und gezielten Massnahmen gingen auch die Diebstähle im Vergleich zu den Vorjahren drastisch zurück.

6 Millionen Franken beträgt das Budget des grossen Festivals in der kleinen Gemeinde, davon gehen alleine 1,5 Millionen für die Künstlergagen drauf. «In den letzten Jahren kamen wir zumeist gut raus, doch in den Anfangsjahren war es schwer!». Im 27. Jahr hat sich Gampel längst etabliert. Doch eine Expansion ist nicht mehr möglich: «Wir werden uns auch weiterhin als Party-Open Air platzieren, unser Motto «iischi party» weiter beibehalten und auch in Zukunft während vier Tagen «Gampel» zu einem rauschenden Fest mit viel Musik machen.»