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Thriller aus Luzern: Der mysteriöse Erfinder des Bitcoins ist eine Frau

Linus Ortelli erzählt in einem spannenden Thriller, wer aus seiner Sicht den Bitcoin erfunden hat. Und wie den Mächtigsten ein Schnippchen geschlagen wird.

Arno Renggli
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Als Erfinder der Kryptowährung Bitcoin gilt Satoshi Nakamoto. Dies ist ein Pseudonym, das immer wieder Spekulationen ausgelöst, welche Persönlichkeit dahinter steckt. Genannt werden in aller Regel Männer. Doch im Thriller des Luzerners Linus Ortelli ist Satoshi eine Frau, nämlich die begnadete Hackerin Carmen. Als sie wegen ihrer Aktivitäten ins Gefängnis kommt, wird sie dort von einer Gruppierung angeworben, die das gesamte Geld- und damit auch Gesellschaftssystem mit einer neuen digitalen Währung auf den Kopf stellen will.

Hackerangriff auf die Mächtigen der Erde

Linus Ortelli.

Linus Ortelli.

Bild: PD

Linus Ortelli, der als Unternehmer mit seiner Familie in Luzern lebt, erzählt den Thriller auf zwei wechselnden Zeitebenen. Auf der einen zeigt er Leben und Wirken von Protagonistin Carmen von 2009 bis etwa heute. Auf deren anderen liest man, wie 2033 die Mächtigsten der Erde eine neue Finanzordnung präsentieren und durchsetzen wollen, die angeblich sozialer ist, in Wahrheit aber ihren eigenen Interessen dient. Doch sie werden von einer anonymen Gruppe gehackt und blossgestellt. Als ihnen der Ruin droht, schlagen sie mit allen Mitteln zurück.

Die Story ist bis zum Finale spannend. Was auch an den interessanten Figuren liegt, die teils typologisiert sind, aber umso plastischer wirken. Zudem beweist Ortelli gut recherchierte Kenntnisse zu Themen wie Kryptowährungen, Finanzwesen oder Computertechnologie.

Linus Ortelli: Satoshi – die Bitcoin-Erfinderin. Edition Klickwerkstatt, 400 Seiten. www.linus.ortelli.com

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