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NEUES ALBUM: Auf Zeitreise mit den Monkees

Zwei Jahrzehnte nach ihrem letzten Album bringt die 60er-Jahre-Band The Monkees eine neue Platte auf den Markt. Zu ihrem 50. Bandjubiläum haben sich die Musiker viel Unterstützung geholt.
Ein Inserat in der Zeitung suchte in den 1960er-Jahren nach «vier verrückten Jungs». Gefunden wurden sie: The Monkees. (Bild: PD/Warner)

Ein Inserat in der Zeitung suchte in den 1960er-Jahren nach «vier verrückten Jungs». Gefunden wurden sie: The Monkees. (Bild: PD/Warner)

Britta Schultejans, dpa

Ein halbes Jahrhundert ist es schon her, dass eine Zeitungsannonce die Band The Monkees zusammenbrachte. «Vier verrückte Jungs» wurden damals für eine US-Fernsehserie gesucht – und gefunden. Von 1966 bis 1968 lief die Serie «The Monkees» – und ganz nebenbei brachten Davy Jones, Micky Dolenz, Michael Nesmith und Peter Tork es noch auf 16 Millionen verkaufte Alben – in zweieinhalb Jahren. Ihre Songs «I’m A Believer» oder «Daydream Believer» sind in die Musikgeschichte eingegangen.

Um das zu feiern, hat die Band sich zum 50. Jubiläum noch einmal zusammengetan. Dolenz, Nesmith und Tork bringen zur Feier des Tages ein neues Album mit dem Titel «Good Times» auf den Markt – auf die guten (alten) Zeiten. Sänger Jones kann bei dem Projekt, das sein Bandkollege Dolenz als «eines der aufregendsten Monkees-Projekte seit Jahrzehnten» bezeichnet, nicht mehr dabei sein. Er starb 2012 im Alter von 66 Jahren an einem Herzinfarkt.

Es klingt nach bunten Kleidern

Das Album, ihr erstes seit 20 Jahren, klingt nach Eiscreme und bunten Kleidern, nach einem unbeschwerten Sommertag 1966. Das gilt vor allem für die Liebeserklärungen «You Bring The Summer», von Andy Partridge (XTC) geschrieben, oder «She Makes Me Laugh», geschrieben von Weezer-Sänger und -Gitarrist Rivers Cuomo, dessen Band den Monkees-Klassiker «I’m A Believer» gecovert hat.

Die beiden Musiker sind nicht die einzigen, die neue Songs beigesteuert haben, um die alte Band zu feiern. Auch Ben Gibbard (Death Cab For Cutie) und Zach Rogue (Rogue Wave) haben Lieder für das neue Album geschrieben.

«Gefragt zu werden, ob ich einen Song für die Monkees schreiben kann, ist einfach unglaublich», schreibt Partridge im Album-Booklet. «Sie waren so gross für mich, als ich jung war.» Und Gibbard, der das Lied «Me & Magdalena» beigesteuert hat, meint: «Vor den Beatles, vor Velvet Underground und vor Punk und Indie Rock waren die Monkees die erste Band, die ich ernsthaft geliebt habe.»

Stimme aus dem Grab

Zwischen die neuen Stücke reiht sich der Song «Love To Love» problemlos ein. Ein bislang unveröffentlichtes Stück, vor Jahrzehnten geschrieben von Neil Diamond, der auch für «I’m A Believer» verantwortlich ist. Auf dem neuen Album ist eine Aufnahme aus den 1960er-Jahren mit der legendären Stimme des verstorbenen Davy Jones zu hören. «An dem Tag im Studio konnten wir so tun, als sei Davy nur kurz rausgegangen, um eine Tasse Tee oder so etwas zu holen», schreibt sein Bandkollege Peter Tork im Album-Booklet.

Aktuellen zeitgeschichtlichen Entwicklungen tragen die Monkees (wenn überhaupt) eher textlich als musikalisch Rechnung – beispielsweise mit dem Song «Birth Of An Accidental Hipster», geschrieben von keinem Geringeren als Oasis-Mastermind Noel Gallagher zusammen mit Paul Weller, dem Godfather of Britpop.

Ein grossartiges, leichtes Gute-Laune-Album ist «Good Times» geworden. «It Won’t Be Long Till There’s Dancing In The Streets Again» heisst es im Titelsong, der – wie «Love To Love» – auch bereits in den 60er-Jahren aufgenommen, dessen Produktion aber erst jetzt beendet wurde. The Monkees könnten mit ihrer Prophezeiung Recht behalten.

Hinweis

The Monkees: «Good Times» (Warner).

Bewertung: 4 von 5 Sternen

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