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OBERÄGERI: Beim «Donnschtig-Jass» fiebert das ganze Dorf mit

Rund 3000 Besucher haben gestern den Aargauer Delegationen beim Jassen zugeschaut. ­Mitzureissen vermochte aber vor allem das Drumherum.
Schon bei der Hauptprobe am Nachmittag voll in seinem Element: Moderator Roman Kilchsperger auf dem Seeplatz in Oberägeri. (Bild: Stefan Kaiser)

Schon bei der Hauptprobe am Nachmittag voll in seinem Element: Moderator Roman Kilchsperger auf dem Seeplatz in Oberägeri. (Bild: Stefan Kaiser)

Das Morgarten-Volksfest von Mitte Juni in Oberägeri ist noch in wacher Erinnerung und bereits hat das Dorf ein weiteres grosses Fest gestemmt. Der «Donnschtig-Jass» lockte gestern Abend rund 3000 Personen auf den Seeplatz. Auf die Beine gestellt haben die Oberägerer den Anlass innert kürzester Zeit: Denn erst seit dem Donnerstag vor einer Woche war klar, dass der beliebte Fernseh-Event sieben Tage später in der Berggemeinde ausgetragen wird.

Rund 80 Helfer im Einsatz

Für die Livesendung des Schweizer Fernsehens hat sich das Dorf einen sonnigen, wenn auch kühlen Sommerabend ausgesucht. Bereits am Nachmittag, als sich Moderator Roman Kilchsperger und seine Entourage auf die Show vorbereiten, strömen die Schaulustigen und Festfreudigen zahlreich auf den Seeplatz. «Wir mussten sogar noch zusätzliche Bänke aufstellen», erzählt Gemeindepräsident Pius Meier, der an diesem Abend, wie alle anderen rund 80 Helfer, das weisse Hemd vom Morgarten-Volksfest angezogen hat. Es sei schlicht «phänomenal», dass die Jasser aus dem Dorf den Anlass hierher geholt hätten. «Meine Freude ist gross, auch für die Oberägerer, die hier einen tollen Abend geniessen können», sagt Meier, kurz nachdem er die Zuschauer begrüsst hat.

Das Jassduell zwischen den beiden Aargauer Gemeinden Bremgarten und Wettingen, das schlussendlich die Bremgartner Delegation für sich entscheidet, ist für die meisten Anwesenden bloss zweitrangig. Was an einem solchen Abend zählt, ist die Stimmung. Und die vermag in Oberägeri schnell aufzukommen: Als Co-Moderator Reto Scherrer kurz vor Sendebeginn zum Countdown ruft, lauschen Jung und Alt gebannt, um kurz darauf den «Guete-Abig»-Song laut mitzusingen, ein Ohrwurm, dem man sich nur schlecht entziehen kann. Und als die SRF-Liveband Echo vom Leutschenbach den Hit «Grüezi wohl Frau Stirnimaa» anstimmt, beweisen die Oberägerer und die angereisten Gäste, dass sie in Festlaune sind: Es wird geschunkelt, geklatscht und lauthals mitgesungen. Zur guten Stimmung trägt auch einer bei, der im Kanton Zug ein Heimspiel hat: Fernsehmoderator Nik Hartmann, der gestern als Gast zugegen ist und beim Auftritt mit der SRF-Band sein Talent an der Querflöte beweist.

Trachten, Fahnen, Trycheln

Die 26-jährige Tanja Poletti ist mit einer Gruppe von Freunden hergekommen. «So etwas gibt es nicht jeden Tag», sagt sie mit einem Lachen. Der Anlass sei eine schöne Gelegenheit, Freunde und Bekannte zu treffen. Einen etwas weiteren Weg als die junge Oberägerin haben die Fans aus dem Kanton Aargau auf sich genommen. Mit Trachten, Fahnen und Trycheln sind sie angereist und machen sich bei jeder Gelegenheit lautstark bemerkbar. «Ich kenne die Gegend rund um den Ägerisee bereits vom Töfffahren. Es gefällt mir sehr gut hier», berichtet etwa Peter Schuppisser. Der 44-jährige Bremgartner durfte gar mit dem Büssli der Jasserinnen und Jasser anreisen. Denn sein Sohn Nino, ein Meister im Differenzler-Spiel, jasste gestern Abend mit den ganz Grossen und hilft dabei mit, dass die Bremgartner den Sieg holen.

Sieg hin oder her: Auch bei den Wettinger Fans und der Chamer Delegation, die letzte Woche gegen Oberägeri unterlag, ist die Stimmung ausgelassen. Und das noch lange, nachdem die grossen Fernsehkameras zurückschwenken und die Livesendung um 21.20 Uhr vorbei ist.

Rahel Hug

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