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OSCARS: Diese 9 Filme buhlen um einen Preis an den Oscars

Neun Filme sind im Rennen für den Preis als bester Film. Unsere Filmredaktoren blicken voraus auf mögliche Sieger und Verlierer am 26. Februar.
Hell Or High Water - «Räuber und Poli». Die Rolle des ausgekochten Polizisten in diesem Neo-Western von David Mackenzie war eine Steilvorlage für Jeff Bridges. Das Liebevoll-Ironische hat «der Dude» einfach drauf. Die Dialoge im nominierten Original-Drehbuch von Taylor Sheridan sind aber auch so was von scharf. Grossartig sind sein Partner, der Halbindianer Alberto (Gil Birmingham), und die Bankräuber (Chris Pine und Ben Foster) in diesem sozialkritischen, manchmal etwas plakativen Tableau von Amerikas mittlerem Süden. Im mit Mahershala Ali («Moonlight»), Lucas Hedges («Manchester By The Sea») oder auch Michael Shannon («Nocturnal Animals») spannend besetzten Rennen um den Nebenrollen-Oscar schwingt Bridges nur ein bisschen obenauf. (reg) (Bild: PD)

Hell Or High Water - «Räuber und Poli». Die Rolle des ausgekochten Polizisten in diesem Neo-Western von David Mackenzie war eine Steilvorlage für Jeff Bridges. Das Liebevoll-Ironische hat «der Dude» einfach drauf. Die Dialoge im nominierten Original-Drehbuch von Taylor Sheridan sind aber auch so was von scharf. Grossartig sind sein Partner, der Halbindianer Alberto (Gil Birmingham), und die Bankräuber (Chris Pine und Ben Foster) in diesem sozialkritischen, manchmal etwas plakativen Tableau von Amerikas mittlerem Süden. Im mit Mahershala Ali («Moonlight»), Lucas Hedges («Manchester By The Sea») oder auch Michael Shannon («Nocturnal Animals») spannend besetzten Rennen um den Nebenrollen-Oscar schwingt Bridges nur ein bisschen obenauf. (reg) (Bild: PD)

Andreas Stock: Am Morgen nach der langen (und hoffentlich nicht langweiligen) Oscar-Nacht wird es einen Sieger geben: «La La Land» – und viele Enttäuschte, die leer ausgegangen sind, die den begehrten Preis nicht erhalten haben. So ist das ja immer bei Preisverleihungen. 2017 ist die Aufmerksamkeit für die Verlierer etwas grösser. Nach der berechtigten «Oscar-so-white»-Debatte hatte die Academy gehandelt und ihre Mitgliederzahl kräftig aufgestockt, wobei auf grössere ethnische Vielfalt geachtet wurde.

Es geht um Filmkunst, aber auch um Politik

Das hat sich im Feld der Nominationen bemerkbar gemacht. Schon lange nicht mehr waren so viele afroamerikanische Filmschaffende dabei. Das liegt einerseits wohl an der nominell stärkeren Vertretung, aber auch an filmkünstlerisch herausragenden Arbeiten wie «Moonlight». Dazu kommen zahlreiche beeindruckende Darstellerinnen und Darsteller, aber auch die herausragende Kamera von Bradford Young für «Arrival».

Aber am Ende kann immer nur einer gewinnen. Und es darf nicht sein, dass wie bei den Grammys jeder Preis, der nicht an Beyoncé geht, mit der Rassismuskeule erschlagen wird. Aber natürlich geht es gerade dieses Jahr nicht allein um Filmkunst, sondern auch um Politik.

Dabei sollte man nicht vergessen: Die Nomination ist bereits eine Auszeichnung (verbunden mit Ruhm und mehr Kinotickets). Und Verlierer gibt es bereits: all die preiswürdigen Filme, die gar nicht erst nominiert wurden.

Regina Grueter: Es ist das erste Mal seit Jahren – bei mir Filmredaktorin herrscht richtige Vorfreude. Man denkt: So blöd ist die Academy gar nicht, sind doch mit «Ma vie de Courgette» aus der Schweiz und «Toni Erdmann» aus Deutschland zwei Filme nominiert, die einem wunderschöne Stunden bescherten und hoch aus der mit Hollywood-Einheitsware überschwemmten Kinolandschaft herausragen. Und: Auch eine der neun nominierten US-Produktionen hat es mir so richtig angetan.

Hoffen auf ein Morgen ohne Katerstimmung

Zudem dürfte der bittere Ernst der politischen Situation in den USA für einige pointierte Reden und damit für intelligente Unterhaltung sorgen. So sehr ich Meryl Streep für ihre Schauspielkunst und ihren eindringlichen Appell bei den Golden Globes liebe, fiebere ich in der Kategorie «Beste Hauptdarstellerin» mit Isabelle Huppert mit. Hat man ihre krasse Rolle in «Elle» vor Augen, kann sie gar nicht um klare Wort verlegen sein.

Je grösser die Freude, desto herber könnte die Enttäuschung danach sein. Doch meine Hoffnung ist intakt, dass die Academy heuer einen Überraschungssieger präsentiert. Jetzt, da dieses 5500 Mitglieder umfassende Gremium besser durchmischt ist, stehen die Chancen besser als zuvor.

Hinweis
Oscarverleihung findet in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar statt: ab 2.30 Uhr live auf Pro 7 oder als Stream auf www.oscars-live.com.

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