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OSCARS: Eine doppelte Regie-Premiere

Erstmals wurde ein schwarzer Regisseur für den besten Film geehrt, erstmals ein Lateinamerikaner für die beste Regie. Aber es gab auch zwei grosse Verlierer.
Arno Renggli
Überschäumende Freude bei Lupita Nyong’o (links) und Steve McQueen (rechts) über die Preise für «12 Years a Slave». (Bilder Keystone)

Überschäumende Freude bei Lupita Nyong’o (links) und Steve McQueen (rechts) über die Preise für «12 Years a Slave». (Bilder Keystone)

Den ganz grossen Siegerfilm hat die Oscar-Nacht nicht hervorgebracht. Aber es war auch nicht die Giesskanne wie 2013, als kein Film mehr als einen Preis in den Hauptkategorien geholt hatte.

Ein Brite mit grosser US-Story

Politisch sehr korrekt, aber auch verdientermassen gewann das ebenso brutale wie berührende Drama «12 Years a Slave» den Preis für den besten Film: Es ist der erste Film eines schwarzen Filmemachers, der mit dem wichtigsten Oscar ausgezeichnet wurde.

Von links: Produzent Anthony Katagas, Jeremy Kleiner, Dede Gardner, Steve McQueen und Brad Pitt. (Bild: Keystone)
Oscars vor der Vergabe. (Bild: Keystone)
Catherine Martin erhält einen Oscar. (Bild: Keystone)
Lupita Nyong'o wird geehrt als beste Nebendarstellerin. (Bild: Keystone)
Jared Leto. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Cate Blanchett (links) mit Lupita Nyong'o. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Matthew McConaughey, bester Schauspieler, Cate Blanchett, beste Schauspielerin, Lupita Nyong'o, beste Nebendarstellerin und Jared Leto, bester Nebendarsteller - alle mit Oscar. (Bild: Keystone)
Sänger Bono. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Anthony Katagas, Jeremy Kleiner, Dede Gardner, Steve McQueen und Produzent Brad Pitt mit dem Oscar für den besten Film "12 Years a Slave". (Bild: Keystone)
Ellen DeGeneres während ihrer Rede. (Bild: Keystone)
Anne Hathaway (Bild: Keystone)
Chris Hemsworth und die hochschwangere Elsa Pataky. (Bild: Keystone)
Matthew McConaughey versteckt den Oscar hinter dem Rücken. (Bild: Keystone)
Auch Kerry Washington hält ihren Babybauch. (Bild: Keystone)
Meryl Streep (Bild: Keystone)
Jessica Biel (Bild: Keystone)
Julia Roberts (Bild: Keystone)
Sandra Bullock (Bild: Keystone)
Emma Watson (Bild: Keystone)
Paolo Sorrentino mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film mit Viola Davis. (Bild: Keystone)
Olivia Wilde und Jason Sudeikis. (Bild: Keystone)
Harrison Ford und Callista Flockhart. (Bild: Keystone)
Der Oscar für das beste Makeup und Hairstiling geht an Robin Mathews. (Bild: Keystone)
Skip Lievsay, Niv Adiri, Christoper Benstead und Chris Munro halten ihren Oscar für den besten Ton. (Bild: Keystone)
Der Star des Abends: Matthew McConaughey erhält für seine Rolle als Aidskranker in "Dallas Buyers Club" den Oscar als bester Schauspieler. (Bild: Keystone)
Lupita Nyong'o und Matthew McConaughey. (Bild: Keystone)
Der amerikanische Autor John Ridley mit einem Oscar. (Bild: Keystone)
Leonardo DiCaprio. (Bild: Keystone)
Chris Hemsworth (Bild: Keystone)
Chiwetel Ejiofor und seine Frau Sari Mercer. (Bild: Keystone)
Die australische Schauspielerin Cate Blanchett mit ihrem Oscar als beste Hauptdarstellerin. (Bild: Keystone)
Brad Pitt (Bild: Keystone)
Die Sängerin Pink während ihres Auftritts. (Bild: Keystone)
Blick auf die grosse Bühne. (Bild: Keystone)
Lupita Nyong'o und ihr Bruder Peter. (Bild: Keystone)
Angelina Jolie (Bild: Keystone)
Bill Murray mit Selena Gomez. (Bild: Keystone)
Steve McQueen (Bild: Keystone)
Spike Jonze mit Alfonso Cuaron. (Bild: Keystone)
Sally Hawkins (l) und Cate Blanchett. (Bild: Keystone)
US-Schauspielerin Anna Kendrick. (Bild: Keystone)
Matthew McConaughey, Cate Blanchett, Lupita Nyong'o und Jared Leto (von links). (Bild: Keystone)
Cate Blanchett mit dem Oscar für die beste Hauptdarstellerin. (Bild: Keystone)
Matthew McConaughey mit dem Oscar für den besten Hauptdarsteller. (Bild: Keystone)
Ellen Degeneres, die die 86. Academy Awards moderierte. (Bild: Keystone)
Brad Pitt (links) und Steve McQueen. (Bild: Keystone)
Brad Pitt mit den Schauspielern von «12 Years a Slave» erhalten einen Oscar. (Bild: Keystone)
Matthew McConaughey (links) und Jennifer Lawrence. (Bild: Keystone)
Angelina Jolie (links) und Brad Pitt. (Bild: Keystone)
Die Songwriter Kristen Anderson-Lopez (links) mit ihrem Mann Robert Lopez. (Bild: Keystone)
Anne Hathaway. (Bild: Keystone)
Glenn Close (links) mit Meryl Streep. (Bild: Keystone)
Karen O (links) mit Barnaby Clay. (Bild: Keystone)
Jennifer Lawrence umarmt Matthew McConaughey. (Bild: Keystone)
Regisseur Steve McQueen (vorne) freut sich über den Oscar für «12 Years a Slave». (Bild: Keystone)
Von links: Janet Friesen, Sängerin Darlene Love, Regisseur Morgan Neville und Produzentin Caitrin Rogers. (Bild: Keystone)
Adruitha Lee (links) und Robin Mathews. (Bild: Keystone)
Penelope Cruz. (Bild: Keystone)
Sarah Paulson. (Bild: Keystone)
Schauspielerin Emme Watson. (Bild: Keystone)
Ellen Degeneres, die die Academy Awards 2014 moderierte. (Bild: Keystone)
Steve McQueen mit seinem Oscar für «12 Years a Slave». (Bild: Keystone)
Schauspieler Kevin Spacey. (Bild: Keystone)
66 Bilder

Oscars 2014

Entsprechend emotional reagierte Regisseur Steve McQueen. Der 44-jährige Brite (eine bemerkenswerte Herkunft angesichts seines sehr amerikanischen Films) erinnerte daran, dass heute noch weltweit rund 20 Millionen Menschen in Sklaverei leben. Der zweifache Vater, der in London und Amsterdam lebt, hatte 2008 in Cannes für «Hunger» über einen Häftling im Hungerstreik den Newcomerpreis gewonnen. Und 2011 mit «Shame» über einen Sexsüchtigen wieder für Aufsehen gesorgt.

«Gravity» mit den meisten Preisen

Der Erfolg von «12 Years a Slave», den Brad Pitt als Produzent mitverantwortet, wurde abgerundet durch den Nebendarstellerinnen-Oscar für die Kenianerin Lupita Nyong’o. Und einen dritten Oscar holte man für das beste adaptierte Drehbuch, eine oft etwas unterschätzte Kategorie. Denn am Anfang eines grossen Films steht meistens ein starkes Skript.

Für die zweite Premiere sorgte Alfonso Cuarón, der für sein Weltraumdrama «Gravity» als erster Lateinamerikaner den Regie-Oscar erhielt. Mit sieben Goldmännchen war «Gravity» rein zahlenmässig der Gewinner des Abends. Wobei mehrere Auszeichnungen auf technische Kategorien entfielen, wo die Konkurrenz dieses Jahr überschaubar war.

Bei den Hauptdarstellerinnen ging «Gravity» mit Sandra Bullock leer aus, Cate Blanchett war nicht zu schlagen. Und so kam trotz der kürzlichen Missbrauchsvorwürfe Woody Allen für seinen Film «Blue Jasmine» indirekt zu Oscar-Ehren. Auch wenn Blanchetts Dank an ihn etwas zurückhaltend schien.

Gedanken an die Ukraine

Dass bei den Hauptdarstellern Mat­thew McConaughey für «Dallas Buyers Club» gewinnen würde, überraschte niemanden. Nicht nur wegen der 20 Kilogramm, die er für die Rolle eines Aidskranken abgenommen hatte, galt er als haushoher Favorit. Und dass davor sein Co-Star Jared Leto etwa gegen Michael Fassbender («12 Years a Slave») den Nebendarstellerpreis geholt hatte, lag ebenfalls im Rahmen der Erwartungen. Entsprechend gehörte «Dallas Buyers Club» zu den Siegern des Abends.

Auch Leto sorgte auf der Bühne für viel Emotionen, als er sich nicht nur an seine Mutter wandte («Danke, dass du mir das Träumen beigebracht hast»), sondern auch den von politischen Umwälzungen betroffenen Menschen in der Ukraine und in Venezuela Mut zusprach.

Nullnummer trotz 10 Nominationen

Mit den Darsteller-Oscars wurde auch klar, wer die Verlierer des Abends waren: Die Gaunerkomödie «American Hustle» war zehnfach nominiert, darunter in allen Schauspieler-Kategorien, und ging trotzdem leer aus. Ebenso fallierte Martin Scorseses Satire «The Wolf of Wall Street». Kritik am US-Kapitalismus hatte dieses Jahr also keine Konjunktur.

Mit dem Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film setzte «La Grande Bellezza» von Paolo Sorrentino die Erfolgsgeschichte Italiens fort: Dieser Preis ging bereits zum elften Mal an unseren südlichen Nachbarn.

Modisch war Weiss die Farbe der Sieger

Outfits are. Angeblich soll die Oscar-Nacht jeweils auch modische Trends aufzeigen. Doch ob etwa Cate Blanchetts fantastisches Armani-Kleid etwas für die Normalverbraucherin ist, darf bezweifelt werden. Sie gewann nicht nur den Oscar, sondern gehörte auch zu den Siegerinnen auf dem roten Teppich. Dort gab es viel Schönes zu sehen, Charlize Theron etwa oder Kate Hudson, der mutmasslich am meisten fotografierte Star des Abends.

Wie üblich, blieben auch Geschmacksverirrungen nicht aus. Die seitlichen Känguruhbeutel und vor allem die am Rücken hängende Kette von Jennifer Lawrence werden sich wohl kaum durchsetzen. Und der Reitrock von Meryl Streep ebenso wenig. Gewonnen haben dann übrigens beide nicht.

Apropos gewonnen: Bei den Männern sah es ganz nach dem üblichen dunklen Smoking mit schwarzer Fliege aus. Dann kam Jared Leto und trug zu wallendem Haar einen eierschalenfarbenen Smoking mit roter Fliege. Dieselbe Smokingfarbe wagte auch Matthew McConaughey. Und prompt holten beide den Oscar.

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