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Pamela Anderson – Vom Sexsymbol zur Tierschutz-Aktivistin

Blonde lange Haare, grosse blaue Augen, volle rote Lippen: Im roten «Baywatch»-Badeanzug verdrehte die kanadische Schauspielerin Pamela Anderson in den 90er-Jahren Millionen Männern weltweit den Kopf. Am Samstag wird sie 50-jährig.
Christina Horsten (dpa)
Längst genauso gross- wie offenherzig: Pamela Anderson. (Bild: Keystone (19. Mai 2017))

Längst genauso gross- wie offenherzig: Pamela Anderson. (Bild: Keystone (19. Mai 2017))

Anderson war auf mehr als einem Dutzend «Playboy»-Titelbildern zu sehen, zuletzt 2016 bekleidet nur mit einer Kette, auf der in grossen goldenen Buchstaben «Sex» stand. Ihre nach wie vor gute Figur habe sie den Genen zu verdanken, sagte sie jüngst dem Magazin «Harper’s Bazaar». «Ich mache hin und wieder Pilates oder gehe mit meinen Hunden raus. Ich bin sehr aktiv, aber ich gehe nicht ins Fitnessstudio oder so.»

Für vegane Produkte und für Wikileaks-Gründer

Überhaupt sind ihr heute andere Dinge wichtiger: Anderson setzt sich mit einer nach ihr benannten Stiftung weltweit für den Tierschutz ein, gegen Pelze und für vegane Produkte, für den Schutz der Meere, für Flüchtlinge und zuletzt auch für den Wikileaks-Gründer Julian Assange. Es kursieren sogar Gerüchte um eine Liebelei zwischen den beiden.

Die in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsene Anderson beendet ihre Ausbildung bereits in der Highschool. «Leider», wie sie heute sagt. Drei Jahre lang ar­beitet sie als Kellnerin, bevor sie entdeckt wird. Als der «Playboy» erstmals anruft, sagt sie ab: «Ich war zu schüchtern.» Dann meldet sich das Magazin erneut, Anderson streitet gerade mit dem Ex-Verlobten und entscheidet sich spontan, das Angebot anzunehmen, auch ihre Eltern stimmen zu. Auf dem Cover ist sie 1989 mit Blazer, Krawatte und Strohhut zu sehen, ohne Unterwäsche.

Goldene Himbeere und kurze Ehen

Danach zieht Anderson nach Los Angeles und versucht sich als Schauspielerin. Den Durchbruch schafft sie in den 90ern mit «Baywatch» als Rettungsschwimmerin an der Seite von David Has­selhoff, von Kritikern belächelt, beim Publikum Kult. «Ich wäre eh am Strand gewesen, also war ich geschockt, dass sie mich dafür bezahlt haben», lacht sie rückblickend. Andere Rollen kommen hinzu. Für ihren ersten Kinofilm «Barb Wire» kriegt sie allerdings die Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin.

Auch privat kommen Negativschlagzeilen hinzu. 1995 heiratet sie den Mötley-Crüe-Rocker Tommy Lee, das Paar bekommt zwei Söhne. Schon drei Jahre nach der Hochzeit zeigt Anderson Lee wegen Körperverletzung an, der Rocker muss ins Gefängnis, die Ehe wird geschieden. Auch drei weitere Ehen – eine mit dem Musiker Kid Rock und zwei mit Produzent Rick Salomon – scheitern jeweils nach wenigen Monaten.

Aber Anderson lässt sich nicht beirren. «Ich mag das Älterwerden», sagte sie jüngst dem «W Magazine». «Ich habe wunderbare Vorbilder in meinem Leben, wie meine grossartige Mutter, die glitzernd, glamourös und spassig sind. Älter zu werden, ist nicht das Ende. Es gibt noch so vieles, auf das ich mich freue.»

Christina Horsten (DPA)

kultur@luzernerzeitung.ch

Pamela Anderson in der TV-Serie «Baywatch». (Bild: Screenshot)

Pamela Anderson in der TV-Serie «Baywatch». (Bild: Screenshot)

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