Marlise Mumenthaler stellt in Zug aus: Perspektive, Licht und Reflexion

Die Handschrift in den Bildern der Luzerner Künstlerin ist unverkennbar.

Andreas Faessler
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Licht und Schatten, Detailtreue und Tiefe – all das sind zentrale Faktoren, welche die unverkennbaren Gemälde von Marlise Mumenthaler (*1958) prägen. Mit wirkungsvollen Stilmitteln verleiht die Luzerner Künstlerin ihren Werken eine ungemeine Stimmigkeit. Eine Auswahl ihrer neuen Werke zeigt Marlise Mumenthaler ab kommendem Freitag in der Galerie Carla Renggli in Zug.

Marlise Mumenthaler ist Perfektionistin: Jedes Sujet sucht sie sich nach strengen Kriterien aus; ihr Standort wie auch jeder Winkel, jede Perspektive muss für sie stimmen, ehe sie sich an die Umsetzung ihrer Gemälde anhand einer fotografischen Vorlage macht.

Es sind weite Flächen unter freiem Himmel oder solche in von wohlproportionierter Architektur bestimmten Räumen. Die Künstlerin bildet hier lichtdurchflutete Gangfluchten in Museen und anderen Gebäuden ab, dort offene belebte Plätze aus unterschiedlichen Perspektiven – und immer spielt das Licht oder dessen Einfall eine essenzielle Rolle, was sich in vielen Werken auch im Gestaltungselement der Spiegelung – etwa in Wasserflächen – zusätzlich niederschlägt.

Meditative Ruhe

Marlise Mumenthalers Gemälde strahlen in ihrer ungemeinen Stimmigkeit eine geradezu meditative Ruhe aus, selbst dann, wenn eine Vielzahl an Menschen oder deren Silhouetten das Szenario mit bespielen. Wie eine stille Beobachterin aus der Distanz fungiert die Künstlerin und bildet die wahrgenommene Realität mit ihrer unverkennbaren Stilsprache ab.

Vernissage am Freitag, 7. Juni 2019, 19 Uhr, Galerie Carla Renggli, Ober Altstadt 8, Zug. Ausstellung bis 13. Juli. Begegnung mit der Künstlerin am Sonntag, .30. Juni, 14 bis 17 Uhr.