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Piff, paff, Pufpaff und Patrick Frey

Das KIK-Festival legt ein Jahr Pause ein, 2019 wird ein Frauenfestival mit Männerquote. Doch damit die diesjährige Spielzeit nicht leer und freudlos ist, holt Kabarett in Kreuzlingen vier Schwergewichte in die Stadt.
Dieter Langhart
Sebastian Pufpaff (Bild: Manuel Berninger/PD)

Sebastian Pufpaff (Bild: Manuel Berninger/PD)

Er heisst wirklich so? Sebastian Pufpaff? Micky Altdorf grinst – so kann auch nur ein Fernsehmuffel von Journalist fragen. Der Programmleiter des Festivals Kabarett in Kreuzlingen (KIK) sagt, der Deutsche habe eine eigene Sendung auf 3 Sat und sei häufiger Gast in der «Heute-Show». Und weil Pufpaff bald auf Schweizer Tournee ist, hat ihn Altdorf flugs am 30. Mai fürs Kulturzentrum Dreispitz gebucht. Zu seinem Programm «Auf Anfang» sagt Pufpaff: «Sie fragen sich, wovon das Programm handelt? Woher soll ich das wissen. Bin ich Gott? Ja, bin ich. Sie aber auch. Sind Sie bereit?»

Eigentlich sollte dieses Jahr ein Pausenjahr sein wie bereits 2007 und 2013, sagt Altdorf. Der Grund? «Der Kulturverein KIK arbeitet praktisch ausschliesslich ehrenamtlich und investiert unzählige Stunden.» Mit seinem Team strebt Altdorf ein Festival alle zwei Jahre an – und eine Leistungsvereinbarung mit dem Kulturamt Thurgau, statt jedes Jahr ein Gesuch einreichen zu müssen. Der Entscheid soll im Sommer fallen. 30000 Franken steuert der Kanton pro Festival bei, 10000 die Stadt Kreuzlingen, hinzu kommen Beiträge weiterer Partner.

Vorgeschmack auf junge und starke Frauen

Das KIK hat eine beachtliche Auslastung von 80 Prozent, dennoch nennt Altdorf Kreuzlingen ein «schwieriges Pflaster für Kultursponsoring». Da hätten es die Oltner Kabaretttage einfacher.

Die heuer geplanten vier Veranstaltungen muss der Verein mit seinen rund siebzig Mitgliedern allein stemmen. Eine Kurzsaison also, mit einer langen Sommerpause. Dann gastiert – quasi als Vorschau auf das kommende «Frauenfestival mit Männerquote» – Tina Teubner im Theater an der Grenze (25.10.). Sie hat 2002 den Deutschen Kabarettpreis gewonnen, 2010 den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson. Micky Altdorf ist stolz: «Das KIK ist in der Schweiz das Kabarettfestival mit der höchsten Dichte an internationalen Preisträgern.» Tina Teubner zeigt «Wenn du mich verlässt, komm ich mit», ihr neues Programm nach «Männer brauchen Grenzen». Die Komikerin und Musikerin «hat die Erziehung ihres Mannes erfolgreich abgeschlossen und sucht nach neuen Herausforderungen». Wie das KIK, das ab Februar 2019 auf Frauenpower setzt, laut Micky Altdorf auf «junge, starke Frauen wie Hazel Brugger».

Davor aber, am 15.11., kommt Krämer. Sebastian Krämer. Berliner und einst in der Slammer-Szene daheim, inzwischen in Chanson-Nähe. «Sehr ironisch, sehr hintergründig» seien seine Lieder, sagt Altdorf, der ihn schon mehrmals ans KIK-Festival eingeladen hat. Den Abschluss der Spielzeit (23.11.) macht Patrick Frey, der mit Künstlern wie Mike Müller und Viktor Giacobbo das Casinotheater Winterthur mitgegründet hat. Da ist auch Sebastian Pufpaff zu erleben – aber erst einen Tag nach Kreuzlingen und zu deutlich höheren Eintrittspreisen. Patrick Frey zeigt sein «Dormicum» im Kult-X, einer für KIK neuen Bühne. Auch dadurch erhofft sich das Festival ein jüngeres Publikum.

kik-kreuzlingen.ch

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