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Festival "Weltformat": Grafikdesign von Tradition bis Hightech

Am Samstag, 28. September, startet das Graphic Design Festival «Weltformat» in Luzern mit total neun Ausstellungen. Der Kurator Erich Brechbühl liefert uns einige Appetizer.
Beispiel aus der Ausstellung «Pre-digital», Plakat von Ralph Schraivogel (Zürich): Weltformat-Organisator Erich Brechbühl dazu: «Ralph Schraivogel ist bekannt für visuelle Experimente mit der Reprokamera, die wie digitale Effekte aussehen. Für das Plakat seiner eigenen Ausstellung erstellte er ein Gipsmodell seiner Hand (Bild unten), aus dem er via Thermoformen ein transparentes Relief herstellte. Er konnte dieses Relief dann mit Wasser füllen, was unter der Reprokamera zu Verzerrungen führte.»Beispiel aus der Ausstellung «Pre-digital», Plakat von Ralph Schraivogel (Zürich): Weltformat-Organisator Erich Brechbühl dazu: «Ralph Schraivogel ist bekannt für visuelle Experimente mit der Reprokamera, die wie digitale Effekte aussehen. Für das Plakat seiner eigenen Ausstellung erstellte er ein Gipsmodell seiner Hand (Bild unten), aus dem er via Thermoformen ein transparentes Relief herstellte. Er konnte dieses Relief dann mit Wasser füllen, was unter der Reprokamera zu Verzerrungen führte.»
Die Gipshand als Ausgangspunkt für das Plakat von Ralph Schraivogel.Die Gipshand als Ausgangspunkt für das Plakat von Ralph Schraivogel.
Beispiel aus der Ausstellung «Hochdruck Plakate»: «Heute Metzgete» von Dafi Kühne (Näfels). Erich Brechbühl dazu: «Das Plakat für die Metzgete in der ‹Krone›, Glarus, wurde von Hand aus Linoleum geschnitten. Die kleinen fetten Details in den Buchstaben lassen die Schrift vor Fett triefen und jeder Fleischliebhaber würde liebend gerne zubeissen. Der unperfekte Look der Handarbeit (siehe unten) erzeugt etwas Organisches, das den Plakatinhalt wunderschön unterstützt.»Beispiel aus der Ausstellung «Hochdruck Plakate»: «Heute Metzgete» von Dafi Kühne (Näfels). Erich Brechbühl dazu: «Das Plakat für die Metzgete in der ‹Krone›, Glarus, wurde von Hand aus Linoleum geschnitten. Die kleinen fetten Details in den Buchstaben lassen die Schrift vor Fett triefen und jeder Fleischliebhaber würde liebend gerne zubeissen. Der unperfekte Look der Handarbeit (siehe unten) erzeugt etwas Organisches, das den Plakatinhalt wunderschön unterstützt.»
Die Vorbereitungsarbeit für das Plakat "Heute Metzgete".Die Vorbereitungsarbeit für das Plakat "Heute Metzgete".
Beispiel aus der Hauptausstellung «Designing Tools», Plakat «Les Urbaines» von Eurostandard (Lausanne). Erich Brechbühl dazu: «Das Plakat aus einer Dreierreihe nutzt einen Javascript Code, der mit Emojis jeweils ein grosses U generiert, das für das Lausanner Festival ‹Les Urbaines› steht. Die Plakate haben dadurch sowohl eine plakative Fernwirkung als auch einen überraschenden und witzigen Moment, wenn man ihnen näherkommt.»Beispiel aus der Hauptausstellung «Designing Tools», Plakat «Les Urbaines» von Eurostandard (Lausanne). Erich Brechbühl dazu: «Das Plakat aus einer Dreierreihe nutzt einen Javascript Code, der mit Emojis jeweils ein grosses U generiert, das für das Lausanner Festival ‹Les Urbaines› steht. Die Plakate haben dadurch sowohl eine plakative Fernwirkung als auch einen überraschenden und witzigen Moment, wenn man ihnen näherkommt.»
Detailansicht vom Plakat "Les Urbaines".Detailansicht vom Plakat "Les Urbaines".
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Weltformat: Organisator Erich Brechbühl stellt uns drei besondere Plakate vor

(are) Das Plakat ist vielleicht das älteste Massenmedium der Menschheitsgeschichte. Jedes Jahr zeigt das Festival «Weltformat» besonders spannende Plakate. Gemäss dem Zusatz «Graphic Design Festival» geht es aber mittlerweile um mehr als nur Plakate. Und das diesjährige Motto «Tools & Rules» weist darauf hin, dass auch die Machart im Focus stehen soll. Natürlich gibt es neue, vor allem auch digitale Technologien. Aber auch klassisch Analoges, buchstäblich Handwerkliches wird in den total neun Ausstellungen thematisiert.

Die Ausstellung «Designing Tools» (Metallwerkstatt, Rössligasse 12) geht der Frage nach, ob visuelle Lösungen mit unverwechselbarer Bildsprache Tools brauchen, die einiges für die je individuellen Bedürfnisse der Gestalter entwickelt werden. Man sieht die eingesetzten Werkzeuge – von modifizierten technischen Geräten bis komplexen Algorithmen in neuen Technologien.

Ebenfalls zu den drei Hauptausstellungen gehört «Pre-digital» (Winkel, Winkelriedstr. 12). Es geht um Plakatentwürfe in der Zeit vor dem Computer und somit analoger Arbeitswerkzeuge.

Die dritte Hauptausstellung heisst «Hochdruck Plakate» (Kunsthalle, Löwenplatz 11) und geht um die gleichnamige traditionelle Technik mit ihren überraschenden Resultaten, gerade in Kombination mit digitalen Techniken.

«Weltformat»: 28. September bis 6. Oktober in Luzern, täglich von 12 bis 18 Uhr. Mehr Infos: www.weltformat-festival.ch

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