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POP: Kunz: «Begonnen hat alles in der Zentralschweiz»

Für Marco Kunz läuft es rund. Nach einem Nummer-1-Album hat der Luzerner jetzt einen Prix Walo gewonnen. Und er arbeitet bereits an einer neuen Platte.
Marco Kunz (30) am Sonntagabend an der Verleihung des Prix Walo in Zürich. (Bild: Keystone)

Marco Kunz (30) am Sonntagabend an der Verleihung des Prix Walo in Zürich. (Bild: Keystone)

Über ein langweiliges Jahr kann Marco Kunz alias Kunz sicher nicht klagen. Im letzten Herbst ging sein Album «Mundart-Folk» direkt auf Platz 1 der Albumcharts, das Publikum an den Konzerten wurde immer zahlreicher, und seit Sonntag ist er nun auch Gewinner eines Prix Walo (Ausgabe von gestern). In der Sparte «Newcomer» setzte sich der 30-jährige Luzerner gegen die Kabarettistin Hazel Brugger und Heidi-Darstellerin Anuk Steffen durch – gewählt hatte eine 100-köpfige Fachjury.

Seit gestern wieder im Studio

«Ich habe wirklich nicht damit gerechnet», sagt Kunz, «darum habe ich nicht einmal eine Rede vorbereitet.» Er brachte dann doch etwas über die Lippen mit der Trophäe in der Hand, und natürlich gab es auch einige Biere zum Feiern mit der ganzen Band.

Bereits gestern Morgen stand Kunz aber wieder im Studio – «irgendwann muss das Gähnen dann halt aufhören», erzählt er mit einem Lachen. «Der Prix Walo ist eine schöne Ehre. Gerade auch weil er von Leuten aus dem Showbusiness verliehen wird», so Kunz.

Kein wirklicher «Newcomer»

Sein Mundart-Pop hat in den letzten Monaten die Schweiz nach und nach erobert: «Begonnen hat alles natürlich in der Zentralschweiz, wo wir zu Hause sind. Aber mittlerweile sind die Konzerte auch im Aargau und in Bern ausverkauft», sagt Kunz mit hörbarem Stolz.

Ein «Newcomer» im strengen Wortsinne ist Kunz aber schon länger nicht mehr. Bereits sein Debütalbum «Eifach so» bescherte dem Mauenseer eine Goldene Schallplatte, zuvor hatte er unter anderem in einer A-cappella-Band («A-Live») gesungen und sich die ersten musikalischen Sporen abverdient.

«Habe eine kreative Phase»

Grundstein für den Erfolg von Kunz ist die Beharrlichkeit: «Ich mache immer das, was ich selber auch mag.» Er verbiege sich nicht künstlich, und genau das würden seine Fans schätzen. Seine Musik ist gerade und lebt von ihrem Groove, durchsetzt wird sie von einem Hackbrett (gespielt von Christoph Pfändler), das dem Pop eine eigene Note gibt.

Derzeit werkelt er an einem Nachfolger zu «Mundart-Folk», der bereits Anfang 2017 erscheinen soll. «Eineinhalb Jahre Pause zwischen zwei Alben sind sportlich, aber machbar», sagt Kunz. Er selber habe gerade eine kreative Phase und schreibe viele Songs. Daneben amtet er auch unter anderem noch als Botschafter für «Luzern tanzt» und spielt auch an einigen Open Airs diesen Sommer – das grösste ist das Heitere in Zofingen.

Marco Kunz ist übrigens nicht der einzige Zentralschweizer, der am Prix Walo ausgezeichnet wurde, in der Kategorie Blasmusik räumte die Brass Band Bürgermusik Luzern den Preis ab. Der Publikumspreis ging an die Urner SRF-Moderatorin Sabine Dahinden, die sich unter anderem gegen den Komiker Emil durchsetzte.

Michael Graber

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