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REBEKKA BRÄMS EHER DRAMATISCHER SOPRAN VERLIEH REZITATIV UND ARIE IM SECHSTEN TEIL AUSDRUCKSVOLLE KRAFT.: Federnd leicht mit Pauken und Trompeten

KKL Zwischen all den weihnächtlichen Konzerten in diesen Tagen, die mit Liedern, Ausschnitten aus verschiedensten Werken, Erzählungen und vielen Ensembles geboten werden, kristallisierte sich das Weihnachtsoratorium mit einheimischen Interpreten besonders heraus. Auch wenn das Bach-Ensemble Luzern gestern Abend nur vier ausgesuchte Teile präsentierte, war es doch ganz auf Weihnachten bezogen. Wie eindringlich, besinnlich und gleichzeitig feierlich Johann Sebastian Bach die Geschichte von Christi Geburt bis hin zu der Ankunft der Weisen aus dem Morgenland vertont hat, stimmte wunderbar auf die Feiertage ein.

«Tönet, ihr Pauken, erschallet Trompeten» sang der Chor nach den einleitenden Pauken- und Trompetentönen im ausverkauften Konzertsaal des KKL und versetzte die Zuhörer gleich in den Sog dieser Musik. Damit beginnt Weihnachten, und wenn so federnd leicht musiziert wird wie von Franz Schaffner und seinem Bach-Ensemble, dann geht man beschwingt nach Hause.

Grosse Chorsätze filigran gestaltet

Der Chor war bestens vorbereitet: Gute gemeinsame Aussprache, exakte Verzierungen und schlanke Tongebung beeindruckten vom Eingangschor bis zum Ende. Jeder Choral hatte eigenen, von Schaffner genau differenzierten Charakter, die grossen Chorsätze bestachen durch filigrane Gestaltung, und das Orchester begleitete stets klangschön.

Tenor Jürg Dürmüller sang die Rezitative ausdrucksvoll und mit weit tragender Stimme, in den Arien überzeugte er mit präzisen, wohlklingenden Koloraturen. «Grosser Herr, o starker König» gestalteten Bassist Tobias Wicky und Trompeter Immanuel Richter glanzvoll, die weich timbrierte Altstimme von Stephanie Szanto harmonierte in der Arie «Schliesse, mein Herze» fein mit der Violine (Konzertmeisterin Naomi Lozano-Tolksdorf). Rebekka Bräms eher dramatischer Sopran verlieh Rezitativ und Arie im sechsten Teil ausdrucksvolle Kraft.

Der Eingangschor zum dritten Teil «Herrscher des Himmels» wurde schwungvoll zu Pauken (Iwan Jenny) und Trompeten ausgesungen, der vierte Teil begann verhalten – nur die Zeile «Gottes Sohn dämpft der Feinde Wut und Toben» wurde kraftvoll betont. In der Echo-Arie überzeugte eine Chorsopranistin. Differenziert klang die Chorfuge «Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben» zu Beginn des sechsten Teils, und der Schlusschoral wurde zum vollen Orchester mit grosser Strahlkraft gesungen. Es gab zu Recht langen, jubelnden Applaus.

Gerda Neunhoeffer

kultur@luzernerzeitung.ch

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