Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

RECHTE: Wem gehören die Molls?

Heidi wohnt ob Maienfeld, Schellen-Ursli kommt aus Guarda. Aber wo ist eigentlich Papa Moll zu Hause? In Bad Zurzach. Wer schon einmal dort war, wird ihn kaum übersehen haben. Seit 2010 wirbt der aargauische Kurort mit der Schweizer Bilderbuchfigur. Es gibt ein Papa-Moll-Land mit Minigolfanlage und im Bad ein Papa-Moll-Planschbecken. Kurz vor dem Filmstart eröffnete das dortige Tourismusbüro denn auch prompt einen Papa-Moll-Themenweg, auf dem «Zurzibus» prangt der Eierkopf auch schon unübersehbar.

Doch wo steht eigentlich geschrieben, dass der tollpatschige Familienvater aus Bad Zurzach kommt? In den bisherigen 28 Bänden der Comicfigur findet sich kein Wohnort. Und im Film wohnen die Molls im fiktiven Murmlikon.

Wenn schon müsste Papa Moll ein Badener sein. Seine Schöpferin, Edith Oppenheim-Jonas (1907–2001), lebte von 1914 bis zu ihrem Tod in Baden. Doch die Bad Zurzacher waren schneller und schlauer. Schnappten sich 2010 die Rechte an der Figur. Der aktuelle Vertrag läuft bis 2021. Und nicht ganz zufällig spielt der 25. Moll-Band in Bad Zurzach. Auch grosse Teile des Kinofilms wurden in Bad Zurzach und dem Kanton Aargau gedreht.

Eine gute, wertvolle Figur

Die Erfindung des Papa Moll geht auf das Kinderheft «Junior» zurück. Die Macher des Magazins wandten sich 1951 an die Kunstmalerin Edith Oppenheim-Jonas und baten sie, eine «gute, pädagogisch wertvolle Comicfigur» für die Zielgruppe der 3–10-Jährigen zu schaffen. Edith Jonas erfand nach verschiedenen Vorstufen den Papa Moll. 1952 lagen die ersten Papa Moll-Geschichten vor, und von 1953 an erschien diese Geschichte ohne Unterbruch bis heute. Die Künstlerin holte sich die Ideen für die Streiche der Moll-Kinder bei ihren eigenen drei Zöglingen – ein Mädchen und zwei Knaben wie der Moll-Nachwuchs: Willy, Fritz und Evi. Bis zu ihrem Tod 2001 arbeitete Edith Oppenheim an den Moll-Geschichten mit. (kaf)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.