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«Von Insel zu Insel»: Reise durch zwei Welten und eine Kunst

Kuba und Schweiz, Schweiz und Kuba – die Ausstellung «Von Insel zu Insel» in der Luzerner Galerie Harlekin im Kunsthaus Fischer macht künstlerische Verbundenheit über den Atlantik hinweg spürbar.
Susanne Holz
Die Zentralschweizer Künstler (unter anderen Davix, Jürg Benninger, Beat Bracher, Lucie Heskett-Brem, Martin Gut; Bild hier) und die Kunst aus Kuba (unter anderem von den Künstlern Rudy Rubio Rodriguez und Ernesto Rodriguez Gonzàlez; Bilder unten) harmonieren perfekt. Alle Bilder: Pius Amrein (Luzern, 6. November 2019)

Die Zentralschweizer Künstler (unter anderen Davix, Jürg Benninger, Beat Bracher, Lucie Heskett-Brem, Martin Gut; Bild hier) und die Kunst aus Kuba (unter anderem von den Künstlern Rudy Rubio Rodriguez und Ernesto Rodriguez Gonzàlez; Bilder unten) harmonieren perfekt. Alle Bilder: Pius Amrein (Luzern, 6. November 2019)

Kubanische Musik tönt durch die grosszügigen Räume der Galerie Harlekin im Kunsthaus Fischer. Was sofort für eine aufgekratzte Stimmung sorgt. Während einen Galeristin und Künstlerin Evelyne Walker durch die Ausstellung «Von Insel zu Insel» führt, die diesen Sommer schon in Kuba zu sehen war, erzählt sie zudem so einiges von diesem Land, das für viele Europäer so etwas wie ein Sehnsuchtsort ist.

Rudy Rubio Rodriguez, "Razor Blade".

Rudy Rubio Rodriguez, "Razor Blade".

Zugegen sind aber auch ein paar der 23 Zentralschweizer Künstler, die hier ihre Kunst zeigen – kombiniert mit den Werken von neun kubanischen Kunstschaffenden. Und auch diese Schweizer Künstler erzählen einem von ihren ganz persönlichen Eindrücken des Castro-Lands.

Kubas Künstlern mangelt es an Farbe und Leinwand

«Materialmangel macht kreativ», sagt etwa Evelyne Walker, als sie das Werk «Razor Blade» von Rudy Rubio Rodriguez (zu sehen im Bild unten links) erklärt: eine Art riesige Rasierklinge aus Aluminium und Holz, deren Stanzung die längliche Form von Kuba ergibt. Evelyne Walker erzählt, dass kubanische Künstler stets mit einem Mangel an Farbe und Leinwand zu kämpfen haben. «Diese Dinge können eigentlich nur zweimal im Jahr auf einem Markt gekauft werden, den der Staat organisiert», so die Galeristin.

Als man vor dem «Ikonen-Pop» (Bild unten rechts) des erst 32-jährigen Ernesto Rodriguez Gonzàlez steht, erzählt Walker, dass sie dem Künstler etwas echtes Gold zum Malen geschenkt habe. Spannend ist: «Gonzàlez macht seine Farbe teils auch selbst, aus Kaffeesatz.»

Ernesto Rodriguez Gonzàlez, "Theory of the Underworld".

Ernesto Rodriguez Gonzàlez, "Theory of the Underworld".

Vom Luzerner Künstler Bruno Müller-Meyer ist ein grosses Ölgemälde der «Jungfrau» zu sehen – in Kuba zeigte Müller-Meyer das «Matterhorn». «Viele Girls machten Selfies mit dem Matterhorn», schmunzelt der Künstler, für den Berge «viel mit Rhythmus zu tun haben». Seine Porträts der felsigen Giganten seien kein Fotorealismus – «ich verteile die Akzente wie ein Schlagzeuger».

Nicht zunächst an Kuba, sondern vielmehr an Elvis fühlt man sich erinnert beim Betrachten von Martin Guts «The Bride». Das Werk im Gender-Kontext (Bild oben) zeigt einen Hochzeitsanzug für einen Mann, gemacht aus einem Brautkleid. In Guts Fotoserie «Cuba Edition 1-7» bekommt man ausserdem einen Eindruck von kubanischer Lebensfreude, kubanischer Polizeipräsenz und kubanischer Armut.

Hinweis

«Von Insel zu Insel», Ausstellung von 32 Kunstschaffenden aus Kuba und der Zentralschweiz. Bis 20. 12., Galerie Harlekin im Kunsthaus Fischer (Haldenstrasse 19). Geöffnet Di-Fr, 13.30-18 Uhr. Führungen: 16., 30. 11.; 7. 12.; 13-16 Uhr. www.galerie-vitrine.ch

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