Rigozzi beim SRF: Neidhammel

Arno Renggli zur Kontroverse um Christa Rigozzi als Moderatorin der neuen SF-Sendung «Arena/Reporter».

Arno Renggli, Leiter Kultur
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Arno Renggli leitet das Ressort Kultur der Luzerner Zeitung. (Bild: Archiv LZ)

Arno Renggli leitet das Ressort Kultur der Luzerner Zeitung. (Bild: Archiv LZ)

Was für ein Thema! Im «Blick» entrüsteten sich SRF-Mitarbeiter (natürlich anonym) darüber, dass Christa Rigozzi die neue Sendung «Arena/Reporter» (ab Sonntag, 11. Juni) mitmoderieren darf. Stein des Anstosses ist nicht ihre Qualifikation, über die man geteilter Meinung sein darf. Sondern der Fakt, dass sie Werbung macht. Und damit etwas, was SRF-­Angestellte nicht dürfen.

Dabei ist das entsprechende Reglement klar: Besagtes Verbot gilt für Angestellte, die dem Gesamtarbeitsvertrag unterstehen. Was bei Rigozzi nicht der Fall ist. Abgesehen davon tritt sie bis Ende Jahr genau dreimal mit dieser Sendung auf. Es wäre unfair, ihr deswegen das Recht auf Werbeengagements abzusprechen. Dann hätte man erst recht etwa Ski-Co-Kommentator Bernhard Russi seine Werbung für Autos und Brillen verbieten müssen.

Der Wirbel ist absurd. Dahinter steckt wieder einmal der pure Neid gegen jemanden, der sich erfolgreich selber vermarktet.

Arno Renggli, Leiter Kultur

arno.renggli@luzernerzeitung.ch