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Roland Pirk-Bucher: Das Flair für Collagen

Der vor fünf Jahren verstorbene Ebikoner Künstler Roland Pirk-Bucher malte ­freche Hommagen an alte Meister. Die Galerie Vitrine zeigt eine Auswahl seiner Werke.
«Die Solistin» von Roland Pirk-Bucher (Öl auf Leinwand). (Bild: PD)

«Die Solistin» von Roland Pirk-Bucher (Öl auf Leinwand). (Bild: PD)

Seine Bilder führen in eine skurril-ironische Welt. Auf verspielte und zugleich respektvolle Weise hat sich Roland Pirk-Bucher gern den alten Meistern angenähert. Genau dies ist auch in der aktuellen Ausstellung in der Galerie ­Vitrine zu sehen.

Der Ebikoner hatte an der Kunstgewerbeschule in Luzern und später an der Hochschule für Angewandte Kunst in Zürich studiert. Die Ausbildung beendete er mit einem Zeichenlehrerdiplom. Diverse Studienreisen führten ihn durch Europa und die USA. Daraus entwickelten sich viele Ausstellungen im In- und Ausland.

Fremdes und Eigenes miteinander verbinden

In all seinen Werken hat er seinen besonderen Stil behalten: eine altmeisterliche Formensprache, verbunden mit erotischen, ironischen, poetischen oder aktuellen Bezügen. Seine Ölbilder und Collagen sind auch fünf Jahre nach seinem Tod von ungebrochener Attraktivität, was auch der grosse Publikumsaufmarsch bei der kürzlichen Vernissage zeigte.

Heinz Stahlhut, früherer Sammlungskurator am Kunstmuseum Luzern und neuer Direktor des Hans-Erni-Museums, würdigte bei der Ausstellungseröffnung vor allem die Fähigkeiten des Künstlers, Verschiedenes in Form von Collagen zu verbinden. Dazu gehöre Fremdes und Eigenes, Alltägliches und Überraschendes, Niederes und Hohes.

«Der Urknall» von Roland Pirk-Bucher (Öl auf Leinwand). (Bild: PD)

«Der Urknall» von Roland Pirk-Bucher (Öl auf Leinwand). (Bild: PD)

Die Collage habe sich im 20. Jahrhundert als neues Ideal in die Kunst eingeschlichen. Plötzlich galt es nicht mehr, neue Bilder zu erfinden, man bediente sich vielmehr aus dem haufenweise verfügbaren Reservoire an Bildern. Darunter auch Alltägliches aus der Zeitung oder aus bebilderten Groschenheften von früher.

Roland Pirk-Bucher hat laut Stahlhut den Blick für das Überraschende eines ganz alltäglichen Motivs gehabt. Und das Gespür für das fruchtbare Zusammensetzen von auch banalen Elementen. Indem er sich aus einem immensen Bildervorrat bediente, spiegle er auch kulturelle und technische Entwicklungen unserer Gesellschaft wider. (are)

Galerie Vitrine, Ausstellung zu ­Roland Pirk-Bucher noch bis 23. Februar. Öffnungszeiten Do/Fr 14.00 bis 18.30 Uhr, Sa 12.00 bis 16.00 Uhr oder nach Vereinbarung. www.galerie-vitrine.ch

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