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Rückblick Kultur: Benedikt von Peter zieht es nach Basel

Der Intendant wird das Luzerner Theater auf die Saison 2020/21 verlassen. Der Ruf nach Basel war zu verlockend.
Julia Stephan
Benedikt von Peter in diesem Sommer auf dem Jesuitenplatz. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 25. 6. 2018))

Benedikt von Peter in diesem Sommer auf dem Jesuitenplatz. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 25. 6. 2018))

Erfolg macht anziehend. Und weil das so ist, fischen die grösseren Theaterhäuser ihre künftigen Leiter gerne mit ihrer Magnetaura aus dem Provinzteich, wo diese Talente ihr Können ohne den grellen und zuweilen auch hemmenden Scheinwerferkegel der Öffentlichkeit unter Beweis stellen können.

Beim Intendanten des Luzerner Theaters, Benedikt von Peter, war das genau gleich. Er war in der Spielzeit 2016/17, aus Bremen kommend, angetreten, um das Luzerner Theater aus seinem Dornrösschenschlaf zu wecken. Und er hätte durchaus das Format gehabt, das politisch gescheiterte Musiktheaterhaus Salle ­Modulable mit einer ersten, eindrucksvollen Handschrift zu prägen. Das Publikum kam in Strömen. Sagenhafte 90 Prozent Auslastung allein in den ersten Spielzeitwochen.

Doch diesen Sommer wurde offiziell, was schon seit geraumer Zeit hinter vorgehaltener Hand vermutet wurde: Intendant Benedikt von Peter wird seinen Vertrag mit dem Luzerner Theater trotz oder gerade wegen seines Erfolgs nicht verlängern. Ab der Spielzeit 2020/21 wird er stattdessen das noch wesentlich renommiertere Theater Basel, das ihn zur Nachfolge von Intendant Andreas Beck auserkoren hat, in eine neue Zukunft führen. «Für mich war klar, dass ich bei einem Wechsel wieder an ein Mehr­spartenhaus gehen würde, weil das viel spannendere Möglich­keiten bietet als etwa ein Opernhaus», hatte der Regie führende Intendant, der mit seinem Raum­theater schweizweit aufmerken lässt, gegenüber unserer Zeitung erklärt.

Eigentlich wäre Benedikt von Peters 5-Jahres-Vertrag mit dem Luzerner Theater erst 2021 ausgelaufen. Der engagierte Netzwerker will seinen Verpflichtungen in Luzern aber bis Vertragsende nachkommen. Während seiner ersten Basler Spielzeit wird er in einer Doppelrolle weiterhin für das Programm am Luzerner Theater verantwortlich bleiben.

Doch von Peter wäre nicht von Peter, wenn er nicht trotz des besiegelten Schicksals weiterhin ein aktiver Netzwerker bliebe. Auch bei der Diskussion über den Um- oder Neubau des in die Jahre gekommenen Luzerner Theaterhauses blieb er aktiv am Ball und pries die Vorzüge für einen Neubau am Theaterplatz.

Im April oder Mai 2019 wird eine bereits formierte Findungskommission darüber entscheiden, wer in Luzern in seine Fussstapfen tritt.

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