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RÜTLI: Mythen prägen Identitäten

Eine Ausstellung auf dem Rütli befasst sich mit dem Thema Identität. Zur Finissage gibt es ein Podium. Dabei sollen auch Schweizer Mythen beleuchtet werden.
Ist der Rütlischwur nur ein Mythos: Szene aus den Tellspielen 2012. (Archivbild Urs Hanhart)

Ist der Rütlischwur nur ein Mythos: Szene aus den Tellspielen 2012. (Archivbild Urs Hanhart)

red. Der Verein National Coalition Building Institute (NCBI) organisierte diesen Sommer auf dem Rütli auf Einladung der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft eine Ausstellung zu Schweizer Identitäten. Zehn Künstler stellten dabei themenspezifische Werke aus, welche die Ausstellungsbesucher einluden, sich auf eine neue und konstruktive Weise mit der Schweiz zu beschäftigen. Die Ausstellung war Teil des Projekts «Ich. Ich bin ein Teil der Schweiz». Sie wurde zudem auch von der Fachstelle für Rassismusbekämpfung des Eidgenössischen Departements des Innern unterstützt. Nun geht die Ausstellung zu Ende. An der Finissage am kommenden Sonntag, 20. September, kommt es im Gebäude neben der Rütliwiese ab 11 Uhr zu einer spannenden Auseinandersetzung mit Mythen und ihrem Beitrag zur Schweizer Identität.

Geschichtsprofessor hält Referat

Die Rütliwiese ist ein bedeutender Ort für Mythen rund um die Gründung der Eidgenossenschaft. Was liegt also näher, als sich im historisch bedeutsamen Jahr 2015 an diesem Ort mit Schweizer Geschichte, ihren Mythen und deren Auswirkungen auf unsere Identität zu befassen? «Der Mythos kann nichts aussagen über die Zeit, von der er erzählt», sagt Guy Marchal, Historiker und emeritierter Professor der Universität Basel. «Der Mythos sagt viel aus über die Zeit, in der er erzählt wird.» Marchal wird am kommenden Sonntag denn auch das Einstiegsreferat an der Veranstaltung halten.

Abwertung sei nicht nötig

Im Anschluss an sein Referat «Geschichte, Mythos, Identität: Einige Denkanstösse» diskutiert ein prominent besetztes Podium unter der Moderation von Inés Mateos, Mitglied der eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen, über den Zusammenhang von Geschichte und Identität.

Andi Geu, Geschäftsleiter von NCBI und Podiumsteilnehmer, sagt dazu: «Wer sich in der eigenen Identität unsicher, überfordert oder bedroht fühlt, sucht oft die Abgrenzung oder einen Sündenbock. Wer sich mit seinen eigenen Identitäten wohl fühlt, muss andere nicht abwerten. Dies ist für den Zusammenhalt der Schweiz massgeblich.»

Auf dem Podium diskutiert Inés Mateos mit den folgenden Fachpersonen: Sandro Cattacin (Soziologe der Universität Genf), Inci Demir (Vorstand Forum für die Integration der Migrantinnen und Migranten FIMM), Mischa Gallati (Sozialanthropologe der Universität Zürich), Andi Geu (Philosoph und Geschäftsleiter von NCBI Schweiz) sowie Historiker Guy Marchal von der Universität Basel.

Verein thematisiert Migration

NCBI Schweiz, der die Veranstaltung organisiert, ist ein gemeinnütziger, parteipolitisch und konfessionell neutraler Verein, der sich für den Abbau von Vorurteilen und für konstruktive Konfliktlösungen einsetzt. NCBI hat in den vergangenen 15 Jahren Zehntausende von Menschen mit Projekten in den Bereichen Identität und Umgang mit Migration erreicht – dies unter anderem mit einem Plakat- und Postkartenprojekt sowie Workshops.

Hinweis

Die Finissage mit der Podiumsdiskussion findet am kommenden Sonntag, 20. September, ab 11 Uhr im Gebäude neben der Rütliwiese statt. Mehr Infos gibt es unter www.projekt-i.ch/ruetli

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