Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Lesetipps: Klassiker neu interpretiert

Äsops Fabeln, neu illustriert und die Bibel in einer zeitlosen Neuerscheinung.
Bettina Kugler

Schlau wie ein Fuchs, stolz wie ein Frosch

Ungefähr 600 v. Chr. verfasste der Grieche Äsop lebenskluge Tiergeschichten; erzählt wurden Fabeln aber vermutlich schon früher. Knapp, pointiert, mit einer ernsten oder augenzwinkernden Lehre oder «Moral» am Ende, spielen sie Grundmuster menschlichen Verhaltens und Zusammenlebens in Tiergestalt durch – und lachen darüber. Zeitlos gültig, sind Fabeln wie «Der Esel und die Frösche» oder «Die Wölfe und die Schafe» durch die Jahrhunderte gewandert. Sie wurden von späteren Dichtern nacherzählt oder zum Vorbild genommen. Eine kleine Auswahl an Äsop-Fabeln präsentiert die Italienerin Manuela Adreani in der Reihe «Weltliteratur für Kinder» des Berliner Kindermann Verlags. Entdeckungen können auch Erwachsene in ihrem grossformatigen Bilderbuch machen, und dies nicht nur in den Geschichten, die meist nur wenige Zeilen lang sind, einen kurzen Wortwechsel szenisch dicht heraufbeschwören. Adreani spielt mit kühnen Ausschnitten, Perspektiven und Grössenverhältnissen: Die Moral wird so auf einen Blick sinnfällig, bleibt aber hintergründig und deutungsoffen.

Äsops Fabeln. Mit Bildern von Manuela Adreani, Kindermann, 44 S., Fr. 27.–

Von der Schöpfung bis zur Offenbarung

«Geschichten aus dem Alten Testament» und «Geschichten aus dem Neuen Testament»: Das ist die vertraute Aufteilung und ­Erzählhaltung von Kinder- und Familienbibeln, der auch diese Neuerscheinung folgt. Es ist nur eine von zahlreichen illustrierten, mehr oder weniger aufwendig ­gestalteten Kinderbibeln, die Jahr für Jahr neu auf den Markt kommen und das bestehende Angebot ergänzen. In Aufmachung und Gestaltung, aber vor allem auch im ruhigen und doch unmittelbar fesselnden Erzählton ist dieses Buch zeitlos schön – eines jener Hausbücher, die oft und gern zur Hand genommen werden und von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die Künstlerin Britta Teckentrup hat sich mit ästhetisch herausragenden Sach- und Bilderbüchern einen Namen gemacht; ihre ganzseitigen Illustrationen und Vignetten in Collagetechnik und warmen Farben prägen sich ins Bildgedächtnis ein wie der klare, poetische Ton der Erzählerin ­Barbara Bartos-Höppner.

Barbara Bartos-Höppner, Britta Teckentrup: Die Bibel. Ars Edition, 160 S., Fr. 37.–

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.