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Intermezzo: Schluss mit dem Openair-Gezwitscher

Zum Glück ist die Zeit der Sommerspiele unter freiem Himmel bald vorbei.
Bettina Kugler

Das mulmige Gefühl macht sich schon Wochen vorher breit: mit dem Mausklick auf «Jetzt buchen». Es lockt das Spiel auf dem See. Puccini vor der Kathedrale will man unbedingt gesehen haben. Möchte nach einem Prosecco im Hof eines alten Schlösschens über eine französische Klamotte kichern – mit Niveau. Wo immer eine Bühne hinpasst, wird jetzt im Sommer gespielt, getanzt, gesungen unter freiem Himmel. Herrlich an lauen Abenden, am Ende eines wölkchenfreien Tages. Ohne gemeine Mücken und Wespen im Publikum.

Doch was, wenn man in Wetterdingen eher Donald Duck als Gustav Gans ist? Dann hofft man eben bei der Onlinebuchung, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Und fährt am einzigen Gewitterabend seit Wochen verdrossen im Starkregen auf dem Velo heim. In der Festspielpelerine aus Plastikfolie. Begleitet von Theaterdonner und einschüchternden Blitzen. Ein elementares Spektakel!

Ganz ehrlich: Ich freue mich auf die Indoor-Saison. So stimmungsvoll es sein mag, wenn Carmen nach dem perfekten Sonnenuntergang von Don José im See ersäuft wird – lieber bekomme ich bei den ersten, wie ferne Sterne aufflackernden Tönen der «Traviata» eine Gänsehaut. Ohne lautes Entengeschnatter im Hintergrund. Nichts gegen sommerselige Schwalben, doch muss sich dazu ein Tenor verausgaben? Schön, wenn es wieder dunkel wird im Saal, egal was kommt. Und alle Wetter draussen bleiben.

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