Schluss mit Skepsis: «Meine geniale Freundin 1–4» am Luzerner Theater ist inspirierend und unterhaltsam

Die Engländerin Lily Sykes inszeniert die «Neapolitanische Saga» in Luzern als Schweizer Erstaufführung. Eine Art Elena Ferrante im Zeitraffer.

Regina Grüter
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Ferien auf Ischia (von links): Lila (Olivia Gräser), Nino (Milian Zerzawy), Bruno (Claudius Körber) und Lenù (Sophie Hottinger).

Ferien auf Ischia (von links): Lila (Olivia Gräser), Nino (Milian Zerzawy), Bruno (Claudius Körber) und Lenù (Sophie Hottinger).

Bild: Ingo Höhn/PD

Zwei zehnjährige Mädchen spielen mit ihren Puppen. Sie sind schön und klug und schlagen die Knaben in den Wettkämpfen, die die Lehrerin, Maestra Oliviero, veranstaltet. Sie lesen «Little Women» von Louisa May Alcott und haben den Traum, ein eigenes Buch zu schreiben. Die Umgebung, in der Lila und Lenù nach dem Zweiten Weltkrieg aufwachsen, ist geprägt von Armut und Gewalt; der Rione in Neapel der ideale Nährboden für mafiöse Strukturen.