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Schwarzer Blick auf schwarze Leben: Erstes Black Film Festival in Zürich

Das erste Black Film Festival in Zürich lanciert das Gespräch um schwarze Identitäten und zeigt, was unsere Kinos häufig nicht zeigen. Dahinter stehen drei Frauen, die wissen, wovon sie sprechen.
Regina Grüter
Alike sucht in «Pariah» auch nach ihrer sexuellen Identität. (Bild: PD)

Alike sucht in «Pariah» auch nach ihrer sexuellen Identität. (Bild: PD)

«Es gibt nicht nur die eine Konzeption von Black Cinema, genauso wie es nicht nur eine Konzeption von Black People gibt», sagt Greg de Cuir Jr., Kurator der Retrospektive «Black Light» des diesjährigen Locarno Film Festivals. Filme von schwarzen Filmschaffenden werden zum Thema gemacht, wie jetzt auch am Black Film Festival Zurich, welches dieses Wochenende zum ersten Mal durchgeführt wird. Während es in Locarno um die Erfahrung des Schwarzseins ausserhalb von Afrika und im historischen Kontext geht, werden in Zürich neuere Werke vom afrikanischen Kontinent, aber auch aus Europa und Amerika gezeigt.

Häufig sei es noch immer ein weisser Blick auf schwarze Lebensrealitäten, der unser Bild von «Schwarzsein» präge, sagt Rispa Stephen. Auch mit Schwarzen in stereotypen Rollen und Geschichten will das Festival brechen und die Diversität von schwarzem Filmschaffen aufzeigen – und das Verbindende. Denn: «Nur sehr wenige Filme kommen zu uns ins Kino.»

Ein Festival, ­ das wachsen soll

Stephen sowie die Co-Organisatorinnen Ania Mathis und Sarah Owens haben ihre Wurzeln in Afrika. Die drei Frauen zeichnen auch für die Filmauswahl verantwortlich. Für das «Bla*Sh» (BlackShe – Netzwerk schwarzer Kulturschaffender Frauen in der Deutschschweiz) haben Owens und Stephen 2017 im Filmpodium Zürich die Filmreihe «Schwarz und Frau» kuratiert – und Freude daran gefunden.

Frauen spielen auch in der ersten Ausgabe des Black Film Festivals in Zürich eine grosse Rolle. Etwa in «Pariah» von Dee Rees, die mit ihrem Rassismus- und Familiendrama «Mudbound» 2018 bei den Oscars mitmischte, oder im Dokumentarfilm «Mariannes Noires» um sieben Französinnen afrikanischer Herkunft. Es gibt Genre- und Essayfilme, mit «A Moving Image» auch ein multimediales Drama über Gentrifizierung in London, und ein Kurzfilmprogramm.

Durchgeführt wird das Festival im Kino Houdini, das auch als Kooperationspartner fungiert. Es ist ein Festival, das wachsen soll. War es für die erste Ausgabe noch nicht möglich, Filmemacherinnen und Filmemacher einzuladen, ist das für nächstes Jahr durchaus denkbar.

Black Film Festival Zurich, Freitag, 28., bis Sonntag, 30. Juni 2019, ­ Tickets: www.kinohoudini.ch.

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