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SCHWEIZER FILMPREIS: «Courgette» schlägt «Göttliche Ordnung»

«Ma vie de Courgette» wurde gestern Abend zum besten Schweizer Spielfilm gekürt. Mitfavorit «Die göttliche Ordnung» tröstete sich vor allem mit Darstellerpreisen.
Claude Barras, Regisseur von «Ma vie de Courgette», freut sich über den Quartz für den besten Spielfilm. (Bild: Martial Trezzini/Key (24. März 2017))

Claude Barras, Regisseur von «Ma vie de Courgette», freut sich über den Quartz für den besten Spielfilm. (Bild: Martial Trezzini/Key (24. März 2017))

Im Bâtiment des Forces Motrices in Genf, wo gestern Abend zum 20. Mal die Schweizer Filmpreise verliehen wurden, knisterte es vor Spannung. Nie zuvor haben so viele starke Filme um die begehrten Auszeichnungen konkurrenziert. Das Duell des Abends lautete: Publikumsrenner «Die göttliche Ordnung» gegen den Animationsfilm «Ma vie de Courgette» («Mein Leben als Zucchini»), der sogar für den Oscar nominiert gewesen war.

Eigentlich hätten beide Filme den Hauptpreis verdient. Die Wahl der Schweizer Filmakademie für den besten Spielfilm des Jahres fiel schliesslich auf «Ma vie de Courgette», der bei der Genfer Firma Rita Productions entstanden ist und vielleicht einen kleinen Heimvorteil genoss. Das Werk von Claude Barras gewann auch den Quartz für die beste Filmmusik (Sophie Hunger) sowie einen Spezialpreis für das Casting der Kinder, die dem Film ihre Stimmen liehen.

Auch «Die göttliche Ordnung» ging mit drei Auszeichnungen nach Hause: an Petra Volpe für ihr bissiges Drehbuch «Die göttliche Ordnung», das den Kampf um die Einführung des Schweizer Frauenstimmrechts behandelte. Sie bedankte sich bei ihrer Filmcrew: «Ohne euch ist das, was ich schreibe, überhaupt nichts wert.» Zudem gewann Marie Leuenberger als beste Darstellerin («Dieser Film hat mein Leben verändert») und Rachel Braunschweig für die beste Nebenrolle je eine Auszeichnung.

Der Preis für den besten Darsteller ging an Bruno Ganz, im Filmdrama «Un juif pour l’exemple» ein jüdischer Viehhändler, der 1942 von Schweizer Nazi-Sympathisanten ermordet wird. Das Urgestein des Schweizer Films wurde kurz darauf auch mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In der Kategorie «Bester Kurzfilm» gewannen mit «Bon Vo­yage» und «La femme et le TGV» zwei Filme mit gleicher Stimmenzahl. In der Kategorie «Bester Abschlussfilm» verpassten «Ivan’s Need» und «Hypertrain», nominierte Werke von Studierenden der Hochschule Luzern – Design & Kunst, den Sieg.

Lory Roebuck, Genf

kultur@luzernerzeitung.ch

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