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SCORSESE: Martin Scorsese – der Priester des Kinos

Er ist einer der grossen Filmemacher des US-Kinos. Zu seinem 75. Geburtstag widmet das Kulturmagazin «Du» Martin Scorsese das November-Heft.
Feiert heute seinen 75. Geburtstag: der New Yorker Regisseur Martin Scorsese. (Bild: Victoria Will/AP (New York, 9. Dezember 2016))

Feiert heute seinen 75. Geburtstag: der New Yorker Regisseur Martin Scorsese. (Bild: Victoria Will/AP (New York, 9. Dezember 2016))

Auch an seinem heutigen Geburtstag dürfte Martin Scorsese das machen, wofür er lebt: sich mit Kino beschäftigen. Genauer, einen neuen Film drehen. Denn soeben haben die Dreharbeiten zu «The Irishman» begonnen. Der New Yorker Filmemacher kehrt damit zu einem Genre zurück, in dem er Meisterwerke geschaffen hat, dem Gangsterfilm. Nach «Goodfellas» (1990) und «Casino» (1995) wird Robert De Niro darin nach langer Zeit wieder in einem Scorsese-Film mit dabei sein. Gemeinsam haben sie «Taxi Driver» (1976) gedreht, für viele Kritiker immer noch ihr bester Film.

Verfechter der Kinokunst

Das Kulturmagazin «Du» widmet sein November-Heft dem grossen Filmemacher, der ursprünglich Priester werden wollte. In sieben längeren Beiträgen werden verschiedene Aspekte in der langen Filmkarriere von Scorsese beleuchtet, die 1967 mit dem ersten Spielfilm «Who’s Knocking at my Door» begann. Seitdem sind zwei Dutzend Filme entstanden. Nicht alle sind Meisterwerke, aber auch in weniger gelungenen wie «New York, New York» oder «The Aviator» ist die Obsession eines Regisseurs unmittelbar spür- und sichtbar, der die Mittel des Kinos beherrscht und mit ihnen kraftvolle, emotionale Geschichten auf die Leinwand bringen will.

Das «Du»-Heft beleuchtet insbesondere diese grosse Leidenschaft für die Siebte Kunst. Den Einstieg macht darum nicht zufällig ein Beitrag, den Scorsese für das «Times Literary Supplement» Anfang Jahr geschrieben hatte; darin begründet er, warum Filmemachen eine Kunst sei. Gespräche mit Woody Allen, Spike Lee und Paul Schrader beleuchten verschiedene Aspekte des Filmemachens. Dabei stellt Scorsese beispielsweise fest, dass sein New York ganz ein anderes sei als jenes von Woody Allen.

Wie hart und lange auch Scorsese für seine Filme kämpfen muss («The Irishman» produziert Netflix), beleuchtet insbesondere der lesenswerte Bericht «Ein Film als gordischer Knoten» über die qualvolle Entstehungsgeschichte von «Silence», seinem letzten Film. Mit seinem Fokus bietet das Heft einen guten Einstieg für ein Publikum, das einige Filme von Scorsese kennt und auf kompakte Weise mehr über ihn erfahren will. Dazu gehört auch die Liste mit 85 Filmen, die den Regisseur geprägt haben.

Andreas Stock

Du Nr. 880: Martin Scorsese, November 2017, Fr. 20.–

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