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Weihnachtsoratorium in Luzern: «Singalong» mit Fokus und Freude

In der Probe zum Weihnachtsoratorium wachsen die vielen Stimmen zum grossen Chor zusammen. Die Dirigentin und künstlerische Leiterin Ulrike Grosch versteht es hervorragend, Text und Musik zur Einheit zu verbinden.
Gerda Neunhoeffer
Ulrike Grosch, Dirigentin und künstlerische Leiterin. (Dominik Wunderli,17.September 2017)

Ulrike Grosch, Dirigentin und künstlerische Leiterin. (Dominik Wunderli,17.September 2017)

Wie sehr gemeinsames Singen verbindet, zumal wenn man bei einem grossen Werk mitwirken kann, das zeigt sichgestern eindrucksvoll in der Probe für Teile aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Die Beweggründe, bei diesem dritten «Singalong» Luzern mitzumachen, sind vielfältig. Aber allen gemeinsam ist die Freude am Singen und die Bereitschaft, sich mit seiner Stimme in den Gesamtklang einzufühlen.

Und wie man die 170 Menschen, die sich angemeldet haben, dazu bringt, Bachs Musik miteinander zu gestalten, das gelingt Ulrike Grosch, Dirigentin und künstlerische Leiterin, hervorragend. Schon die Aufwärm – und Einsingübungen sind zielgerichtet, ein übereinstimmender Vokalklang wird erreicht, kleinste Hinweise der Dirigentin werden aufgenommen – und schon klingt es anders, besser, einheitlicher.

Vielen schon aus der Kindheit vertraut

Dieses Mal werden vier Teile gesungen, die Kantaten 1, 4, 5 und 6. «Jauchzet, frohlocket» ist vielen schon aus der Kindheit vertraut, gehört einfach zu Weihnachten. Die Teile 1, 4 und 6 wur-den schon 2016 beim Singalong gesungen, Teil 5 kommt neu dazu und stellt mit seinem Eingangschor «Ehre sei dir, Gott, gesungen» hohe Anforderungen an die Flexibilität des Chores. Ulrike Grosch ermutigt die Sängerinnen und Sänger mit federnden Bewegungen zu mehr Leichtigkeit, und mit einheitlicher Betonung des Textes fängt es an, zu pulsieren.

Man sieht in den Gesichtern Konzentration ebenso wie die Freude am gemeinsamen Singen. Stimmführungen werden klar herausgearbeitet, die Strukturen werden deutlicher, und man hört immer besser auf einander. Im Eingangschor des vierten Teils «Fallt mit Danken, fallt mit Loben» sind viele Triller notiert. Dazu sagt Ulrike Grosch: «Wir machen die Triller aus Lust an der Musik, ihr dürft sie immer machen, wenn es da steht!» Und dann schweben die Triller mühelos und natürlich und geben mehr Schwung und Lebendigkeit.

Die Sängerinnen und Sänger kommen teilweise aus Chören, in denen solche grossen Werke nicht aufgeführt werden könne, oder sie wollen einfach einmal wieder das Weihnachtsoratorium nicht nur hören, sondern mitsingen. Viele kennen das Werk schon gut, andere singen es zum ersten Mal. Alle haben sich daheim vorbereitet und erleben nun, wie der Klang zusammenwächst und aus vielen Stimmen ein grosser Chor wird. Am 28. Dezember, 18 Uhr, werden die vier Teile gemeinsam mit dem Singalong-Orchester und Solisten in der Pauluskirche aufgeführt. Alle freuen sich darauf!

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