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STADT LUZERN: Luzerner Theater experimentiert mit neuen Räumen

Der neue Direktor des Luzerner Theaters, Benedikt von Peter, will in seiner ersten Saison den Theaterraum verändern und neue Räume kreieren. Er hat für die Saison 2016/17 27 Premieren an sechs Spielorten geplant.
Intendant Benedikt von Peter in der Viskosestadt Emmenbrücke. (Bild Dominik Wunderli)

Intendant Benedikt von Peter in der Viskosestadt Emmenbrücke. (Bild Dominik Wunderli)

Zur Zeit laufen die politischen Diskussionen, ob sich Luzern ein neues, flexibel nutzbares Theaterhaus leisten solle. Angestossen worden war das Projekt Salle Modulable durch eine Millionenspende. Das Geldgeschenk habe neue Denkräume geöffnet, sagte von Peter am Dienstag bei der Vorstellung seines ersten Saisonprogrammes. Es sei eine Chance, über das Regionaltheater der Zukunft nachzudenken.

Intendant und Operndirektor von Peter und sein Team, zu dem auch Regula Schröter (Schauspiel) und Kathleen McNurney (Tanz) gehören, stellen verschiedene zeitliche und geografische Räume ins Zentrum der ersten Spielzeit. Eine Salle Modulable sei ein Raumtheater, in dem das Theater nicht von oben, sondern auf Augenhöhe mit dem Publikum praktiziert werde.

Shakespears «Globe»-Theater als Zukunfsmodell

Zum Auftakt im September wird der grosse Saal im Luzerner Theater in einen neuen Raum, in ein shakespearsches «Globe»-Theater umgebaut, das keine zentrale Perspektive kannte. Gespielt werden dort Luigi Nonos «Prometeo» (mit Lucerne Festival) und Georg Reischels Tanzstück «Up/Beat».

Das Schauspiel eröffnet seine Saison vor dem Theater im neuen Raum «Box» mit John von Düffels «Ödipus Stadt», ein Werk, das vier antike Tragödien vereint, und mit dem sich alle elf Mitglieder des neuen Schauspielensembles vorstellen. Die Box ist ein kleines Holzgebäude mit flexiblem Innenraum und soll im Herbst und im Frühling geöffnet und als Lounge benutzt werden.

Im Winter wird der grosse Saal des Luzerner Theaters wieder zur Guckkastenbühne und als Raum «Zuhause» bespielt - mit Familienstücken, wie von Peter sagte. Zu diesen gehört auch Wolfgang Amadeus Mozarts «Zauberflöte». Zur Fasnachtszeit wird die grosse Bühne zu «Utopia». In partizipativen Projekten kommen Jugendliche, Senioren und Mütter zu einem Auftritt.

Produktion aus Hannover neu inszeniert

An Ostern bespielt das Luzerner Theater zusammen mit Lucerne Festival die «Bühne Kirche». In der Jesuitenkriche steht Maria (zur Musik von Claudio Monteverdi), im Theater eine Kurtisane (zur Musik von Giuseppe Verdi) im Zentrum. Von Peter richtet seine Hannover «Traviata»-Inszenierung, bei der die Sopranistin Nicole Chevalier den ganzen Abend allein auf der Vorbühne steht, neu ein.

Im Frühling wird das Luzerner Theater den Raum «Draussen» erkunden, unter anderem in Luzerner Familiengärten. Ein weiterer Spielort ist eine leerstehende Fabrikhalle der ehemaligen Garnherstellerin «Viscosi» in Emmenbrücke. Nach sechzehn Vorstellungen im Spätherbst von Giuseppe Verdis «Rigoletto» wird die Halle abgerissen.

Diese thematischen, nach Jahreszeiten gegliederten «Räume» werden festivalartig bespielt. Die einzelnen Produktionen würden teilweise in wenigen Wochen abgespielt und sich nicht über eine ganze Saison erstrecken, sagte von Peter.

Zum neuen Regionaltheater gehört gemäss von Peter auch die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. Vernetztes Arbeiten und Kooperationen prägten deshalb den Spielplan, erklärte der neue Theaterdirektor.


sda

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