Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STANS: Dynamischen Chorgesang aus drei Ländern geboten

Traditionelles Liedgut aus Irland, Schottland und der Schweiz, dazu Humor und Showeffekte: Diese Elemente prägten das tolle Konzert des Männerchors Stans.
Im Programm mit keltischem Ursprung trat im Finale mit dem Männerchor Stans auch die Dudelsackformation Happy Pipers aus Luzern auf. (Bild: Primus Camenzind)

Im Programm mit keltischem Ursprung trat im Finale mit dem Männerchor Stans auch die Dudelsackformation Happy Pipers aus Luzern auf. (Bild: Primus Camenzind)

«Celtic» (Keltisch) hiess die Affiche vergangenen Samstag und Sonntag bei den rund 60 Sängern, der Vokalistin und den fünf Instrumentalisten auf der Bühne des Theatersaals im Kollegium Stans. Dirigent Joseph Bachmann gab dem stattlichen Publikum einleitend zu verstehen, dass der keltische Kulturkreis die Schweiz unter anderem auch in der Musik und im Gesang mit Ländern wie Schottland und Irland verbindet. Was er zu verstehen gab, bestätigte sich in den folgenden zwei Stunden eindeutig.

«Wir bezeichnen unser aktuelles Konzertprogramm als Dreiklang», erklärte Präsident Markus Gander noch vor Konzertbeginn. «Unser Dirigent hat die Gabe, Musik zu analysieren. Dabei ist Joseph Bachmann auf Ähnlichkeiten im traditionellen Liedgut von Irland, Schottland und der Schweiz gestossen. Er hat die Lieder und den Part des Instrumentalensembles entsprechend arrangiert, um den gemeinsamen Ursprung zu verdeutlichen», sagte Gander. «Diese Arbeit ist ein Langzeitprozess. Bachmann hat mindestens zwei Jahre am diesjährigen Programm gearbeitet.»

Wachsende Begeisterung

Schon beim ersten ruhigen Lied «The Sally Gardens», welches von der Vokalistin Rita Barmettler mit Instrumentalbegleitung vorgetragen wurde, gelang es den Interpreten auf der Bühne, im Publikum eine Stimmung zu erzeugen, die dem Begriff Celtic gerecht wurde. Die nachfolgenden Lieder, darunter hin und wieder auch Intermezzos in instrumentaler Form, waren angetan, im zu zwei Dritteln gefüllten Theatersaal eine wachsende Begeisterung auszulösen. Bestbekannte Titel wie «The Wild Rover», «Lord of The Dance», «Whiskey In The Jar» oder die «geschwätzige» Stimmung der «Irish Washerwoman» zeugten von der ausgereiften Dynamik des Chors und der stupenden musikalischen Fertigkeit der Musiker. Das Instrumentalensemble verlieh den Songs des ersten Blocks jenes für irische Musik unabdingbare rhythmische und tänzerische Flair. Dabei brachte Joseph Bachmann sich selber nicht nur als impulsiver und «zwingender» Chorleiter, sondern ebenso als feinfühliger und virtuoser Akkordeonist – später auch als Trompeter – ins Geschehen auf der Bühne ein.

Gelungener Schweizer Block

Noch vor der Pause wurde der kulturelle Sprung in die Heimat vollzogen. Mit dem Volkslied «Uf den Alpe’n obe» löste Rita Barmettler als Jodlerin beim Publikum helle Begeisterung aus, während das beliebte, in der A-capella-Form vom Chor vorgetragene «Munotglöckelein» als äusserst feinfühliges Arrangement überzeugte. Humorvoll nahm der Männerchor Stans den zweiten Konzertteil in Angriff. Das Lied «Einegiligi Riisnegili» gab jedoch keine schlüssige Antwort auf die brennende Frage, welche Reisnägel die besten sind. Das Orchester schob in der Folge «D’Stanserhornbahn» mit einem lüpfigen Ländlertanz den Stanser Hausberg hoch, und Ruedi Rymanns «Gemselijäger» geriet zum originellen Dialog zwischen der Sängerin und einem improvisationsfreudigen Akkordeonisten. Es folgte ein buntes Gemisch aus Volksliedern – etwa der Urner Dauerbrenner «Meitäli, wenn dü witt go tanzä» oder der Entlebucher Chuereihe «Üsere Ätti». Den Schlusspunkt hinter einen überaus gelungenen Schweizer Block setzte das virtuose Trio, bestehend aus Akkordeon, Kontrabass und Klarinette, mit «Die lustigen Weiber in der Waschküche» von Kasi Geisser.

Finale Steigerung

Ohne Ankündigung, jedoch dem Motto «Celtic» ideal entsprechend, bezogen die Happy Pipers aus Luzern vor der Bühne Stellung. Die Dudelsack-Bläser liessen keine Zweifel offen, das Finale war schottisch geprägt. Mit den Hits «Highland Cathedral», Amazing Grace» und «Annie Laurie» kam es auf der Bühne nochmals zu einer klanglich-emotionellen Steigerung, die das Publikum schlussendlich zu Standing Ovations bewog. «Wir wollen mit dem Potenzial, das uns zur Verfügung steht, das Beste erreichen.» Diesem von Markus Gander formulierten Ziel, wurden die an den Konzerten vom Wochenende aktiv Beteiligten durchaus gerecht.

Primus Camenzind

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.