STANSSTAD: Grosses Interesse für Säumer und Tiere

Das Gelände rund um die Sust passt zum Säumerfest wie das Leit­geschirr zum Pferd. Mit über 7000 Besuchern gabs auch gleich einen neuen Rekord.

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Erste zaghafte Annäherungen an die Tiere der Säumer bei den kleinen Festbesuchern. (Bild: Rosmarie Berlinger)

Erste zaghafte Annäherungen an die Tiere der Säumer bei den kleinen Festbesuchern. (Bild: Rosmarie Berlinger)

«Das ist das Säumerfest, wie es passt», freute sich Werner Grossniklaus, OK-Präsident der Säumerveranstaltung in Stansstad. Gefreut hat ihn sowohl der Besucherrekord von über 7000 Personen wie auch die Uraufführung des zum Anlass komponierten Säumerliedes. Inmitten einer grossen Publikumsmenge gaben Josef Niederberger (Wirzweli-Sepp) und Jodlerpartnerin Josy Liem auf dem Festgelände das gehaltvolle Lied noch einmal zum Besten. Zuvor hatte die Komposition während des Säumergottesdienstes Premiere gefeiert.

«Dies ist ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte unserer Säumer- und Train-Vereinigung Unterwalden», würdigte Präsident Daniel Flühler das musikalische Geschenk. Das verurkundete Lied soll fortan im Säumerzug nach Domodossola mitgeführt und möglichst oft auch gesungen werden, so der für die Wanderung verantwortliche Flühler.

Nach dem Fest ging es los

Auf den Start des Säumerzuges musste jedoch vorerst noch gewartet werden. Für das Organisationskomitee und die vielen Helferinnen und Helfer galt es zuerst, das Festgeschehen zu bewältigen. Der Dorfplatz von Stansstad mit der historischen Sust im Mittelpunkt ist geradezu prädestiniert, hier den Schauplatz für das alle zwei Jahre stattfindende Säumerfest aufzubauen. So herrschte denn am Wochenende ein mit viel Unterhaltung gespickter Festbetrieb. Allen, vom kleinsten bis zum bejahrten Besucher, bot sich viel Spass, Unterhaltung, einheimische und italienische Volksmusik sowie kulinarischer Genuss.

Im Mittelpunkt und viel bestaunt aber waren die Vierbeiner: Pferde, Esel, Maultiere und Ponys, die dann gestern Sonntagnachmittag zur 170 Kilometer langen Alpenquerung aufgebrochen sind. Mit ihnen die Tierhalter und Wanderer, welche im Bann der Vergangenheit den Spuren der Säumer folgen. Insgesamt würden rund 90 Personen im Säumerzug mitlaufen, gab OK-Präsident Werner Grossniklaus während der Umzüge durchs Festareal bekannt. Dabei waren die Tierhalter in ihrer Original-Ausstattung zu bestaunen, wie sie während der nächsten sechs Tage durch Täler und über Pässe unterwegs sind.

Am gestrigen Starttag führte die Route vom Vierwaldstättersee über das Tal der Engelbergeraa nach Engelberg. Heute Montag gehts hinauf zum Jochpass, dann hinunter zur Engstlenalp. Am dritten Tag heisst der Etappenort Guttannen, am vierten Tag Obergesteln. Am Donnerstag nähert sich der Zug bereits Riale in Italien. Am Freitag heisst das Etappenziel Premia, und am Samstag findet der Einzug in Domodossola statt.

Rosmarie Berlinger

Routinier und Wanderleiter Daniel Flühler. (Bild: Rosmarie Berlinger)

Routinier und Wanderleiter Daniel Flühler. (Bild: Rosmarie Berlinger)