STEINHAUSEN: Die Maschine als verlängerter Arm

Traktoren können echt feinfühlig sein. Das zeigte sich an der 17. Ausgabe des Geschicklichkeits­fahrens auf dem Gelände des Strassenverkehrsamts.

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Unwägbarkeit der besonderen Art: Ein tonnenschwerer John-Deere-Traktor will ins Gleichgewicht gebracht werden. (Bild: Stefan Kaiser)

Unwägbarkeit der besonderen Art: Ein tonnenschwerer John-Deere-Traktor will ins Gleichgewicht gebracht werden. (Bild: Stefan Kaiser)

Hansruedi Hürlimann

Den tonnenschweren John-Deere-Traktor auf einer Wippe ins Gleichgewicht zu bringen, ist wohl eine der schwierigsten und gleichzeitig spektakulärsten von insgesamt zwölf Aufgaben mit unterschiedlichen Land- und Baumaschinen. Und damit sich der Berichterstatter der «Neuen Zuger Zeitung» selber eine Vorstellung davon machen kann, wird er spontan zu einem Versuch eingeladen. Obwohl dieser nicht wunschgemäss gelingt, bleibt der Trost, dass auch erfahrene Traktorfahrer mehr als einen Anlauf brauchen. «Es gehört auch immer etwas Glück dazu», sagt der Zuger Landwirt Philipp Freimann nach erfolgreichem Einsatz. Es ist nicht zuletzt das Unwägbare, das den Reiz dieses Wettbewerbs ausmacht und es auch Junioren und Frauen ermöglicht, daran teilzunehmen. Die Teilnehmer können sich ab dem 14. Altersjahr ohne Voranmeldung vor Ort einschreiben. Die einzige Bedingung ist ein Fahrausweis der Kategorie G.

50 freiwillige Helfer im Einsatz

An die 50 freiwillige Helfer stehen an diesem schwülheissen Sommertag im Einsatz, allen voran OK-Präsident Armin Rebsamen. Neben den unzähligen Stunden, die er in die administrative Vorbereitung investiert, hilft er jeweils beim Auf- und Abbau der einzelnen Posten tatkräftig mit. In den über 30 Jahren, in denen die Zuger Landjugend den Anlass im Zweijahresrhythmus durchführt, habe sich vieles verändert, aber auch eingespielt, sagt der OK-Chef. Das gilt sowohl für die Firmen, welche die einzelnen Fahrzeuge zur Verfügung stellen, wie auch für die Sponsoren, die einen vielseitigen Gabentempel ermöglichen, von dem sich jeder Teilnehmer ein «Bhaltis» mitnehmen kann.

Aus bescheidenen Anfängen ist ein Grossanlass entstanden, der das ganze Gelände der Strassenverkehrsamts belegt. Neben den zwölf Wettbewerbsposten gibt es eine Festwirtschaft, einen Sändeliplatz und einen Kinderparcours, wo schon der Nachwuchs den Umgang mit Traktoren und Maschinen üben kann. «Das Ganze ist bewusst als Publikumsanlass aufgezogen», sagt OK-Mitglied Angelika Merz. Für den Besucher ist es eindrücklich zu sehen, wie an sich schwere Maschinen subtil zu handhaben sind, was vom Fahrer Feingefühl und Reaktionsfähigkeit voraussetzt.

Ranglistenspitze: Kategorie Junioren: 1. Blattmann Marco, Sihlbrugg. 2. Schmid Andreas, Lengnau. 3. Röllin Christof, Menzingen. Kategorie Damen: 1. Elmiger Fabienne, Hohenrain. 2. Niederöst Corina, Unterägeri. 3. Schelbert Andrea, Baar. – Kategorie Herren: 1. Hurter Primin, Rifferswil. 2. Duperrex Serge, Knonau. 3. Schicker Andreas, Uerzlikon.