THEATER: Luzerner Theater plant 2018 Freilichtspiel auf dem Jesuitenplatz

In der Stadt Luzern soll es 2018 auf dem Jesuitenplatz an der Reuss ein grosses Freilichtspiel geben. Das Luzerner Theater und der Verein Luzerner Freilichtspiele planen eine Gemeinschaftsproduktion. Aufgeführt wird das Kultstück "Jedermann" nach Hugo von Hofmannsthal.

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Auf dem Jesuitenplatz soll es 2018 ein Freilichtspiel geben. (Bild: Archiv LZ)

Auf dem Jesuitenplatz soll es 2018 ein Freilichtspiel geben. (Bild: Archiv LZ)

Dies gab das Luzerner Theater am Donnerstag bekannt. Am Abend wurden die Anwohner am Jesuitenplatz über das Projekt informiert. Dieser befindet sich vor der Jesuitenkirche an der Reuss, gleich neben dem Theatergebäude.

Nach Angaben einer Theater-Sprecherin handelt es sich um die erste Freilichtproduktion des Luzerner Theaters der jüngeren Zeit. Das Stück soll von Ende Mai bis Ende Juni 2018 aufgeführt werden. Über die Details wollen die Verantwortlichen am 13. März informieren.

Die Tragödie "Jedermann" von 1911 über das Leben und Sterben des reichen Mannes gehört zu den populärsten Stücken des deutschsprachigen Theaters. In ihm treten nach dem Vorbild mittelalterlicher Mysterienspiele abstrakte Begriffe wie Mammon und Gute Werke, Glaube und Tod leibhaftig als Figuren auf.

Der wohlhabende Jedermann wird wegen seiner Hartherzigkeit vor Gottes Richterstuhl zitiert. Weder sein treuer Knecht noch seine Geliebte wollen ihn ins Grab begleiten, all sein Reichtum nützt nichts mehr. Erst als er auf den Glauben hört und Gott um Gnade bittet, wird seine Seele vor dem Teufel gerettet.

Verfasst wurde das Stück von dem aus Österreich stammenden katholischen Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal (1874-1929). Das Theater wird seit 1920 jährlich an den von ihm mitbegründeten Salzburger Festspielen aufgeführt.

In Luzern bringt der Verein Luzerner Freilichtspiele alle zwei Jahre auf der Halbinsel Tribschen ein Stück unter freiem Himmel auf die Bühne. Im Sommer 2017 ist der Komödien-Klassiker "Die Vögel" zu sehen. Das 2430 Jahre alte Stück des griechischen Autors Aristophanes wird von Gisela Widmer ins Schweizerdeutsche übersetzt und von Annette Windlin inszeniert. (sda)