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THRILLER: Eine Spionin in der Chefetage des IS

Der israelische Geheimagent Gabriel Allon führt in den Romanen von Daniel Silva die Leser überzeugend in die Irrungen und Wirrungen des Nahen Ostens ein.
Bild: PD

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Am 5. September 1972 überfallen Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation «Schwarzer September» in München die israelische Mannschaft bei den Olympischen Sommerspielen. Bei einem missglückten Befreiungsversuch werden alle elf Geiseln ermordet und fünf Geiselnehmer getötet. Drei überlebende Geiselnehmer werden mehrere Wochen später durch eine Flugzeugentführung frei­gepresst, worauf die israelische Regierung beschliesst, eine Geheimdienst-Sondereinheit zu ­bilden. Unter dem Decknamen «Zorn Gottes» tötet sie die Entkommenen – und findet auch Eingang in Literatur und Film.

Einer dieser fiktiven Geheimdienstleute heisst Gabriel Allon, er ist die Hauptfigur in einer bereits auf siebzehn Romane angewachsenen Serie des amerikanischen Schriftstellers Daniel Silva. Und weil dieser als ehemaliger CNN-Korrespondent im Nahen Osten die Region besonders gut kennt, fliesst viel aktuelle Politik in seine Thriller ein.

Lieber würde Allon Bilder restaurieren

Darüber hinaus zeichnen sich diese Thriller durch spannende Handlungsführung und einprägsame Szenen aus. Sie kommen schnell zur Sache, auch wenn sie, wie der neueste Gabriel-Allon-Thriller («Die Attentäterin»), 542 Seiten umfassen. Silva weiss, wie man Handlungsbögen entwirft, und er setzt einen sehr gebrochenen Helden ins Zentrum seiner Romane. Denn viel lieber als Terroristen verfolgen würde Allon seiner wahren Leidenschaft folgen und alte Bilder restaurieren.

Im vorliegenden Buch ist es der Anschlag auf ein jüdisches Zentrum in Paris, der Allon auf den Plan ruft. Dessen Leiterin hat Allon gut gekannt, sie hat ihm denn auch einen echten van Gogh vermacht. Wer hat das Attentat geplant, dessen Ausführende problemlos verschwinden können? Die Spur führt zum «Islamischen Staat» – und lässt befürchten, dass das Attentat erst der Anfang einer ganzen Serie sein könnte. Wie aber lässt sich das herausfinden? Allon findet Natalie Mizrawi, eine Ärztin, die sich gut als Palästinenserin verkaufen lässt, und die nun für ihren Einsatz geschult wird.

Der Planer des Terrors ist kein Monster

Zu diesem Zweck muss sie auch innerlich zur Palästinenserin werden. Allon führt sie in ein Dorf, sagt ihr: Das alles haben die Juden deinen Vorfahren gestohlen. Schau es dir gut an. Erst so, über die Übernahme einer fremden Identität, wird sie zur wirklich überzeugenden Spionin, die es tatsächlich schafft, den Planer der Anschläge kennen zu lernen. Dass Daniel Silva auch ihn nicht als brutales Monster, sondern als kühl planenden Mann zeichnet, das macht eine der Stärken des Buches aus, auf dessen Fortsetzung man sich bereits jetzt freut.

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