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Tipps für die Blue-Balls-Zeit

Vom 20. bis 28. Juli tummeln sich wieder tausende Besucher rund ums Luzerner Seebecken. Wir versuchen etwas Licht in den Programmdschungel zu bringen.
Michael Graber
Impressionen vom Blue Balls Festival beim KKL. (Bild Philipp Schmidli, 26. Juli 2016)

Impressionen vom Blue Balls Festival beim KKL. (Bild Philipp Schmidli, 26. Juli 2016)

Bald gehts wieder los: Das Blue Balls steht vor der Türe. Rund 100000 Besucher werden an den neun Tagen in Luzern erwartet. Der Grossteil davon tummelt sich rund ums Seebecken. Auch ausserhalb der beiden Konzertsäle im KKL finden zahlreiche weitere Programmpunkte statt. 120 seien es an der Zahl, rechnen die Veranstalter vor. Da den Überblick behalten: Unmöglich. Wir versuchen etwas Licht in den Programmdschungel zu bringen und geben einige Tipps mit auf den Weg. All das gibts gratis mit dem Festivalpin (zwanzig Franken).

In seinen Songs liegt eine Portion Schwermut: KaiL Baxley. Bild pd

In seinen Songs liegt eine Portion Schwermut: KaiL Baxley. Bild pd

20. Juli, KaiL Baxley, KKL Vorplatz, 18.00:

Während im KKL Seven das Festival eröffnet, spielt draussen KaiL Baxley. Der Amerikaner verquirlt Rock, Blues, Soul und einen Schuss Gospel zu einnehmend dunkel-warmen Songs. Der ehemalige Amateur-Boxer hat die Boxhandschuhe gegen die Gitarre eingetauscht. Er instrumentiert spärlich und in den Liedern steckt eine grosse Portion Schwermut. Musik, die Aufmerksamkeit einfordert und sie auch verdient.

21. Juli, XamVolo, Pavillon, 20.00:

Das hat Jazz, das hat Soul, das hat Hip-Hop. Der Engländer XamVolo vermengt viele verschiedene Stile zu einem sehr eigenen Sound. Er bedient sich zwar quer durch die Musikgeschichte, klingt dabei aber – auch dank einiger Elektronik – sehr modern. Und ziemlich cool. Der 24-Jährige hat eine Menge Potenzial, wie seine Musikvideos erahnen lassen.

22. Juli, Meet the Artist, KKL Auditorium, 19.00:

Viel verändert sich am Blue Balls jeweils nicht. Eine kleine Änderung gibt es in diesem Jahr: Für die Talkshow «Meet the Artist» muss man nicht mehr mühsam ein (Gratis-)Ticket ergattern. Der Pin oder ein Tagesticket für das KKL reichen. An dieser Talkshow interviewt Hannes Hug auf locker-witzige Art jeden Tag Künstler, die am selben Abend auftreten. Mit etwas Glück erlebt man hier die KKL-Stars hautnah bevor sie auf die Bühne gehen.

23. Juli, Liniker e Os Caramelows, Schweizerhof Club, 23.00:

Wie Musik aus Brasilien auch klingen kann, zeigen Liniker e Os Caramelows. Die Band um eine transgender Soul-Sängerin groovt und swingt. Das ist aber weit weg vom Sound von den unzähligen Salsa-Partys. Der Latin-Groove ist zwar immer hörbar, aber eingebettet in einem treibenden Ganzen. Die Band hat auch in den ruhigen Momenten viel Kraft und verfügt über starke Instrumentalisten.

24. Juli, Eric Clapton Life in 12 Bars, KKL Auditorium, 21.00:

Der Dok-Film zeichnet das Leben des legendären Gitarristen nach. Wie er zur Musik fand, wie er in die Drogen fiel und vor allem wie er von diesen wieder wegkam. Clapton rang oft mit seinen Dämonen und pendelte immer zwischen Genie und Wahnsinn. Am Blue Balls kann man den schonungslos ehrlichen Film täglich sehen. Mehr als eine Schlechtwettervariante.

Hörbare Spielfreude: Southern Avenue. Bild pd

Hörbare Spielfreude: Southern Avenue. Bild pd

25. Juli, Southern Avenue, Pavillon, 20.00:

Diese Band hat eigentlich alles was es braucht um ein gelungenes Pavillon-Konzert abzuliefern. Da treffen Rock, Soul und Blues aufeinander, groovig serviert und mit einer sehr charismatischen Sängerin obendrauf. Preschende Gitarrensoli, knallige Bassläufe und dynamische Schlagzeugparts hat es auch noch. Und vor allem haben die Amerikaner eine hörbare Spielfreude. Das wirkt ansteckend.

27. Juli, The Weight, Pavillon, 20.00:

Wenn man sich heute über Bands informieren will, tut man das über Youtube. Und The Weight haben da eine super Visitenkarte. Ihr Clip zu «Trouble» ist schlicht grossartig. Sie stellen darin allerlei bekannte Rock-Plattencovers nach. Dazu klingt auch ihr eigener Rock wie aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Viele ihrer Vorbilder sind klar hörbar und alles wird mit dem nötigen Augenzwinkern präsentiert.

Der mit dem Cowboy-Hut: Count Gabba. Bild pd

Der mit dem Cowboy-Hut: Count Gabba. Bild pd

27. Juli, Count Gabba, Schweizerhof Plaza, 18.00:

An den letzten drei Festivaltagen spielt unser Luzerner Lieblingscowboy vor dem Schweizerhof seine Sets. Count Gabba reitet im rasanten Galopp durch eine musikalische Landschaft aus Americana, Country, Rock und Pop. Natürlich immer mit Cowboy-Hut auf dem Kopf. Count Gabba wird zudem einige «Friends» mitnehmen. Da dürfte das eine oder andere bekannte Gesicht aus der Luzerner Musikszene auftauchen. Und wenn man die Augen schliesst, meint man sich statt am Vierwaldstättersee in der Prärie.

28. Juli, Black Water County, Schweizerhof Club, 23.00:

Am letzten Abend sollte man nochmals kräftig Gas geben. Die ideale Voraussetzung dazu liefern Black Water County aus England. Da treffen Punkriffs auf keltische Einflüsse. Von der Ballade bis zur lauteren Ska-Nummer findet sich im Repertoire der Band um Frontfrau Shannon Byrom fast alles. Das ist nichts sonderlich Weltbewegendes, aber genau das richtige um am letzten Abend noch einmal etwas zu tanzen und das eine oder andere alkoholische Getränk zu konsumieren.

Infos: www.blueballs.ch

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