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TIPPS: Mit diesen Romanen wird der Sommer spannend

Am Strand, in der Badi oder auf dem Balkon bieten gerade Krimis ein sommerlich leichtes Lesevergnügen. Wir haben Ihnen eine kleine Auswahl zusammengestellt.
Die Tatwaffe kann zum Täter führen. Aber meistens ist es dann doch nicht so einfach, den Fall zu lösen. (Bild: Getty)

Die Tatwaffe kann zum Täter führen. Aber meistens ist es dann doch nicht so einfach, den Fall zu lösen. (Bild: Getty)

sda/JJA. Man sagt der Frau, dass ihr Name Claudia Beermann sei, dass sie einen Ehemann und einen erwachsenen Sohn habe. Und dass sie zwei Jahre im Koma gelegen habe. Fortan führt Claudia ein fremdes, von Angst geprägtes Leben. Sie lebt in der schrecklichen Gewissheit, dass jemand sterben sollte. Ein Mädchen? Oder war sie selbst gemeint? Und dann ist da plötzlich dieses Bild vor ihrem geistigen Auge: ein kleiner Junge in einer brennenden Wohnung. Was die bei Köln lebende bekannte Thrillerautorin Petra Hammesfahr aus dem Plot macht, ist nicht einfach nur spannend, sondern lässt tief in die Seele einer zutiefst verunsicherten Frau blicken.

Petra Hammesfahr: Fremdes Leben. Diana Verlag, 496 Seiten, ca. Fr. 29.–.

Ein Fremder enthüllt Dunkles

In jeder Ehe gibt es dunkle Geheimnisse: So hat auch Adam Price, Vater von zwei Söhnen, erfolgreich im Beruf, schönes Zuhause, keine Ahnung, dass seine Frau Corinne etwas vor ihm verbirgt. Doch dann spricht ihn ein Fremder an, der ihm einiges erzählt, was Adam fast den Boden unter den Füssen wegzieht. Dann verschwindet Corinne auch noch. Adam macht sich auf die Suche nach ihr und der Wahrheit, was nicht nur für ihn sehr gefährlich wird. Unterdessen ist klar: Was der Fremde tut, hat Methode. Er sucht sich neue Opfer, enthüllt Geheimnisse und zwingt die Menschen, ihr Schweigen zu brechen – mit fatalen, ja tödlichen Folgen. Was US-Autor Harlan Coben hier erzählt, ist spannend.

Harlan Coben: Ich schweige für dich. Goldmann, 416 Seiten, ca. Fr. 21.–.

Rothaarige Frauen verschwinden

Eine junge, rothaarige Frau wird von ihrem Freund aus dem Auto geworfen und anschliessend brutal ermordet. Ein deutsches Ehepaar erbt in der Provence ein Château und will es zum Hotel umbauen – die Frau ist ebenfalls rothaarig. Commissaire Leclerc konnte vor seiner Pensionierung das Verschwinden verschiedener rothaariger Frauen nicht lösen und nervt bei den neuen Fällen seine Ex-Kollegen. Pierre Lagrange, Pseudonym eines deutschen Autors, führt die Handlungsstränge subtil zusammen. Die Spannung steigert sich bis zum schockierenden Schluss. Eine fesselnde Atmosphäre, ungewöhnliche Mordfälle und ein skurriler Fahnder mit seinem Mops Tyson bieten beste Unterhaltung.

Pierre Lagrange: Tod in der Provence. Scherz, 448 Seiten, ca. Fr. 22.–.

Auf den Spuren des Vaters

Mit «Mörderische Wahrheiten» setzt die Österreicherin Theresa Prammer die Geschichte der ungewöhnlichen Ermittlerin Carlotta Fiore fort. Diese arbeitet als Kaufhausdetektivin und ist wohl die Tochter eines Kommissars, in dessen früherer Wohnung sie lebt. Ihr kriminalistisches Interesse wird geweckt, als in Wien junge Leute verschwinden und ihre Leichen merkwürdig hergerichtet gefunden werden. Dies erinnert an eine Mordserie, die über 20 Jahre zuvor die Donaumetropole in Atem gehalten hatte. Carlottas Vater hatte den Fall damals gelöst, aber er kann nicht helfen, denn er hat das Gedächtnis verloren. Und der Mörder von damals ist wenige Tage zuvor gestorben. Also stellt die junge Frau eigene Nachforschungen an. Der Thriller bleibt dicht dran an der problembeladenen Protagonistin, als sie sich tief in den Fall einarbeitet und einige Überraschungen zu Tage fördert.

Theresa Prammer: Mörderische Wahrheiten. List, 496 Seiten, ca. Fr. 22.–.

Ewiger Student in der Tinte

US-Autor Don Winslow («Das Kartell») ist weltweit einer der erfolgreichsten Thrillerautoren. So rückt auch das Frühwerk des 62-Jährigen zunehmend ins Interesse. «A Long Walk Up the Water Slide» erschien im Original schon 1994, aber erst jetzt auf Deutsch. Der Roman gehört zu einer Serie um den Dauerstudenten Neal Carey, der immer wieder seltsame Jobs übernehmen muss, um sein Studentenleben zu finanzieren. Diesmal betreut er eine ungebildete Frau mit schlechten Manieren, die einen Fernsehmogul der Vergewaltigung bezichtigt. Auf einmal sind das FBI, die Mafia, ein Pornoproduzent und weitere schräge Leute hinter Neal und seinem Schützling her. Das führt zu einer turbulenten Krimikomödie voller Humor und abenteuerlicher Wendungen, die nicht allzu ernst genommen werden will.

Don Winslow: A Long Walk Up the Water Slide. Suhrkamp, 302 Seiten, Taschenbuch, ca. Fr. 18.–.

Einblicke in China

Oberinspektor Chen hat schon öfter Ermittlungen angestellt, die den Parteikadern nicht passten. Jetzt hat man ihn in eine neue Position «befördert». Dann explodiert sein Dienstwagen samt Fahrer, seine neue Bekannte wird Opfer eines Mordanschlags. Wer steckt dahinter? Autor Qiu Xiaolong wurde in Schanghai geboren, reiste 1988 in die USA und blieb dort. Er bietet Einblicke in den chinesischen Alltag zwischen politischer Repression, Korruption und Heuchelei. Dabei zeichnet er eindrücklich das Porträt eines Landes zwischen Extremen: der wirtschaftlichen Modernisierung im Schnellzugstempo und der immer noch kommunistischen Einheitsdoktrin.

Qiu Xiaolong: Schakale in Shanghai. Zsolnay, 320 Seiten, ca. Fr. 29.–.

Kleine Detektivin

Zu guter Letzt noch ein Krimi für Jugendliche, aber nicht nur, er passt für jedes Alter. Es handelt sich um einen neuen Fall für Flavia de Luce. Was sich der kanadische Autor Alan Bradley wieder für seine kleine Heldin ausgedacht hat, ist ebenso zauberhaft wie unterhaltsam. Für Flavia allerdings zunächst mal nicht, denn sie muss ihr Zuhause im englischen Heimatdorf Bishop Lacey verlassen, um im weit entfernten Kanada Miss Bodycotes Höhere Mädchenschule zu besuchen. Spannend wird es, als der Zwölfjährigen bereits in der ersten Nacht eine verkohlte mumifizierte Leiche zu Füssen fällt – direkt aus dem Kamin. Flavia beginnt zu forschen und stösst auf mysteriöse Vorkommnisse in der vornehmen Schule. So sollen drei Internatsschülerinnen vor einiger Zeit verschwunden sein.

Alan Bradley: Flavia de Luce – Eine Leiche wirbelt Staub auf. Penhaligon, 416 Seiten, ca. Fr. 27.–.

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