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TV: Morde und Intrigen, aber oft auch Humor

Erst Krimiassistent Harry Klein, dann der intrigante Bürgermeister Wöller: Nun wagt sich Fritz Wepper, der heute 75 wird, in die aller­finsterste Gedankenwelt.
TV-Star Fritz Wepper feiert heute den 75. Geburtstag. (Bild: Getty)

TV-Star Fritz Wepper feiert heute den 75. Geburtstag. (Bild: Getty)

Denn ab September ist er in der Krimireihe «Protokolle» des deutschen Pay-TV-Senders «A&E» als brutaler Mörder von drei Menschen zu sehen, der sich noch Jahre später an grausamen Fantasien ergötzt. Es ist die extremste Figur, die Wepper in seiner langen Karriere je gespielt hat.

Bekannt wurde er vor allem durch zwei Rollen: Intrigant, aufbrausend und egoistisch ist er als Bürgermeister Wöller in der ARD-Erfolgsserie «Um Himmels Willen». Wenn es darum geht, den Nonnen das Leben schwer zu machen, ist seine Fantasie unerschöpflich. Zudem war er fast 30 Jahre Kriminalassistent Harry Klein in der ZDF-Reihe «Der Kommissar» und dann Partner von «Derrick». Ein Satz ist bis heute legendär und untrennbar mit Wepper verbunden: «Hol schon mal den Wagen, Harry.»

Prominente Vorbilder

«Von meiner Mutter und meiner Grossmutter habe ich gelernt, Dinge nicht so ernst zu nehmen», sagte Wepper einmal. Dabei war seine Kindheit entbehrungsreich. Als er etwa drei Jahre alt war, wurde sein Vater 1944 in Russland als vermisst gemeldet. Die Mutter musste sich mit ihm und dem knapp drei Jahre jüngeren Bruder Elmar, der ebenfalls TV-Schauspieler wurde, alleine durchschlagen.

Trotzdem ging es fröhlich zu. Seine Mutter sei sehr kultiviert gewesen und habe ihnen das Lachen beigebracht, erinnert sich der Darsteller. Es verwundert nicht, dass Wepper für das legendäre Schauspielerduo Walter Matthau und Jack Lemmon schwärmt, berühmt für Komödien wie «Der Glückspilz» oder «Ein seltsames Paar». Schon als Kind liebte er Film und Theater, angeregt durch die Scherze des Münchner Komikers Karl Valentin, später durch Filme mit Peter Alexander rund um Graf Bobby und Baron Mucki. 1959 gelang ihm der Durchbruch, auch international, mit Bernhard Wickis Antikriegsfilm «Die Brücke». Auch in Filmen wie «Auf der Reeperbahn nachts um halb eins» oder «Cabaret» spielte er mit. 1968 wurde er TV-Polizist.

Turbulentes Eheleben

Besonders gerne spielte Wepper in der ARD-Krimi-Reihe «Mord in bester Gesellschaft», die nun eingestellt wurde. Als Psychologe Wendelin Winter stand er gemeinsam mit seiner Tochter Sophie vor der Kamera, als ihr Filmvater. «Wir verstehen uns prächtig, gerade auch durch unseren ähnlichen Humor», schwärmte Wepper einmal. Ansonsten dringt wenig über das Privatleben von Fritz Wepper nach aussen.

Umso spektakulärer sind die wenigen Fakten, die bekannt sind: 1979 heiratete Wepper seine Freundin Angela, 1981 wurde Sophie geboren. 2009 dann ein Bruch: Der Schauspieler ging eine Beziehung zu einer 35 Jahre jüngeren Frau ein und bekam mit ihr 2011 eine Tochter. Doch 2012 kehrte Wepper wieder zu seiner Ehefrau zurück.

Wer mehr Details wissen will, den verweist der Schauspieler auf seinen Lieblingsschriftsteller Oscar Wilde, der einst sagte: «Nicht die Frage ist indiskret, sondern die Antwort.»

sda

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