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TV: «Musikantenstadl» wird neu, Andy Borg geht

Der «Musikantenstadl» lebt weiter - ohne Andy Borg: Die Sender ORF, ARD und SRF haben sich darauf geeinigt, das Format bis Herbst 2015 umzugestalten.
2014 präsentierte Andy Borg das «Best of Musikantenstadl» aus Luzern. (Bild: SRF / Emanuel Ammon)

2014 präsentierte Andy Borg das «Best of Musikantenstadl» aus Luzern. (Bild: SRF / Emanuel Ammon)

«Eine moderne wie traditionsbewusste, regional verankerte und weltoffene Musikshow, die dem Publikum musikalische Unterhaltung auf höchstem Niveau garantiert» versprechen die Sender in einem Communiqué vom Montag. Erstes Signal sei eine neue Art der Präsentation - «inhaltlich wie personell». Ziel ist es, das Stammpublikum zu halten, aber auch neue, jüngere Zuschauersegmente zu erschliessen.

Die Open-Air-Livesendung aus dem kroatischen Pula am Samstag, 27. Juni, wird demnach die letzte sein, die Andy Borg moderiert. Der Österreicher war neun Jahre lang das Gesicht des «Musikantenstadls».

Die drei beteiligten Sender gaben letzten Herbst bekannt, dass über die Zukunft der Sendung nach 2015 debattiert werde. Moderator Borg startete darauf einen Aufruf auf Facebook zur Rettung des «Musikantenstadls». Seine Arbeitgeber schätzten das gar nicht.

«Andy Borgs Aufruf erachten wir als sehr ungeschickt. Auf diese Weise vorzupreschen, in einer Zeit, in der Entscheidungen noch nicht gefällt sind, hat der Sache sicher nicht genützt», sagte SRF-Unterhaltungschef Christoph Gebel vergangenen November gegenüber den Zeitschriften «TELE» und «TV-Star». Bei der laufenden Überarbeitung des «Musikantenstadl» müsse man deshalb überdenken, wer ihn moderiere.

Ob Borg nun aus Modernisierungsgründen gekündigt worden ist oder wegen seines kontraproduktiven Vorpreschens, wird aus der neuen Mitteilung nicht klar. «Ich habe mir so sehr gewünscht und dafür gekämpft, dass der 'Stadl' weitergeht. Dass ich bei der Verlängerung nun nicht mehr dabei bin, schmerzt natürlich», wird der Moderator zitiert.

sda

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