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Interview

Galerist Meile an der Art Basel: «Um den ‹Hasen› ist ein Kampf ausgebrochen»

Die Art Basel ist die grösste und internationalste Kunstmesse der Welt. Mittendrin positioniert sich die Galerie Urs Meile aus Luzern.
Interview: Edith Arnold
Der Luzerner Galerist Urs Meile an der Art Basel. (Bild: Edith Arnold)

Der Luzerner Galerist Urs Meile an der Art Basel. (Bild: Edith Arnold)

Urs Meile, nutzen wir Ihre freie Minute. Wie ist die Bilanz nach Ihrem ersten Art-Basel-Tag?

Sehr positiv, es macht richtig Spass, weil die Qualität der Besucher über Erwarten gut ist.

Was bedeutet das?

Die Leute schauen sich um, reden und diskutieren über die Werke, kehren nach einer Stunde zurück und kaufen oder kaufen dann halt nicht. Für den ersten Tag haben wir sehr gut abgesetzt.

Welches waren die Objekte der Begierde?

Als Erstes haben wir die «Wasserwellen» von Meng Huang verkauft. Das «Schwein» von Wang Xingwei ist ebenfalls schnell weggegangen. Und um den «Hasen» von Shao Fan ist ein richtiger Kampf ausgebrochen.

Ein junger Sammler erscheint neben dem Galeristen. «How is life?», reagiert Urs Meile umgehend. «So far so good. Just arrived this morning from Warsaw», antwortet der Mann aus Shanghai. Nach der Art Basel will er im Hotel Chedi in Andermatt entspannen. Jetzt begibt er sich zum Werk von Ju Ting – ein Stapel monochromer Acrylblätter, der an der Wand hängt.

Wie war das mit dem Hasen?

Drei Interessenten wollten die Tuschemalerei von Shao Fan unbedingt: einer aus Mainland-China, einer aus Hongkong, einer aus Europa. Mit allen Tricks wurde gehandelt. Jemand verschickte per Smartphone ein «Selfie» mit dem Bild und pokerte, es bereits gekauft zu haben, obwohl er noch auf der Warteliste war. Das Bild ist dann an den Europäer gegangen, der noch kein Werk des Künstlers besitzt. Wir schauen immer, dass ein Werk in die bestmöglichste Sammlung kommt. Je besser diese ist, desto mehr Ausstrahlung hat sie.

Ein Rundgang durch die Art Basel

Was auf den Galeristen zurückwirkt ...

... auch auf den Künstler. Sammler tauschen sich untereinander aus: «Was hast du gesehen, was hast du gekauft?» Das sind ganz wichtige Momente für die Karriere eines Künstlers.

Sie haben 64 Werke nach Basel gebracht. Was überraschte weiter?

Viele Reaktionen lösten die Werke von Michel Comte aus. Der frühere Fotograf zeigte sich in der Schweiz zum ersten Mal als zeitgenössischer Künstler. Zwei von sechs «Erosionen» sind weg. Sie thematisieren den weltweiten Zustand der Gletscher: Auf den dunklen Keramiken lagert mitunter Karbonat von Flugzeugen. Ein Renner unter den nichtchinesischen Positionen sind auch jene von Rebekka Steiger. Im Dezember haben wir ihre Malereien erstmals an Art Basel Miami gezeigt und verkauft, im März an Art Basel Hongkong. Jetzt, an der Art Basel, ist eine grosse Arbeit für 15 000 Franken weggegangen.

Ein gutes Geschäft!

Also die weisse Wand dahinter ist teurer: Der ganze Stand kostet rund 85 000 Euro.

Wie geht’s weiter?

Heute Abend geben wir ein Private-Salon-Dinner in einer loftartigen Privatküche. Wir haben 40 Sammler aus Europa, China und der Schweiz eingeladen.

Die Art Basel eröffnet am Donnerstag, 14. Juni, fürs Publikum und dauert noch bis Sonntag, 17. Juni.www.artbasel.com.

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