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URI: Erstmals spielt ein Luzerner Wilhelm Tell

Zum ersten Mal übernimmt 2016 ein Profi die Hauptrolle bei den Altdorfer Tellspielen. Und erstmals ist es kein Urner, der den Freiheitshelden verkörpert.
Der Luzerner Pan Aurel Bucher spielt bei den Tellspielen 2016 die Hauptrolle. (Bild: Henrik Pfeifer)

Der Luzerner Pan Aurel Bucher spielt bei den Tellspielen 2016 die Hauptrolle. (Bild: Henrik Pfeifer)

Es ist diesmal kein Urner und auch kein Laiendarsteller, der an den Tellspielen in Altdorf die Hauptrolle spielt. Die Rolle des Urner Freiheitshelden wird 2016 vom 25-jährigen Adligenswiler Schauspieler Pan Aurel Bucher verkörpert. Erstmals kommt damit ein Nicht-Urner zum Handkuss.

In den USA aufgewachsen

Die ersten fünf Jahre seines Lebens verbrachte Bucher in Kalifornien in den USA, später zog die Familie zurück nach Luzern, wo er die Primarschule und das Gymnasium besuchte. In einer ersten, grösseren Produktion spielte der Absolvent der Musikmatura im Musical «Ewigi Liäbi», bevor er sich für den Besuch der Zürcher Hochschule der Künste entschied. 2015 erlangte er dort den Bachelor, für 2016 hat sich Schauspieler Bucher den Abschluss des Masterstudiums zum Ziel gesetzt.

Auszeichnung für Tell-Monolog

An der Hochschule in Zürich lernte Pan Aurel Bucher auch Tellspiele-Regisseur Philipp Becker kennen, der dort doziert. Und für seinen Tell-Monolog wurde der junge Luzerner zudem 2015 mit dem Armin-Ziegler-Förderpreis ausgezeichnet.

Becker selber hat den 25-jährigen Schauspieler angefragt, ob er sich die Übernahme der Hauptrolle bei den Altdorfer Tellspielen vorstellen könnte. «Ich war von Anfang an begeistert», so Bucher. «Es bedeutet mir sehr viel, dabei sein und diese grosse Rolle verkörpern zu dürfen.» Bucher war selber aber auch sichtlich überwältigt von der Spielfreude der Urner Laiendarsteller: «Ich freue mich wirklich auf diese ganz besondere Herausforderung», so der neue Altdorfer Wilhelm Tell.

Fast alle Rollen doppelt besetzt

Bis auf Tell und Gessler sind alle Rollen bei den Tellspielen mehrfach besetzt. Die klassische Aufteilung in Haupt- und Nebenrollen wird aufgelöst. Jede Spielerin und jeder Spieler findet sich im «Tell 2016» in unterschiedlichsten Positionen wieder. «Mir ist es wichtig, dass jeder von euch im ganzen Stück präsent ist und niemand sich unterordnen muss», betonte Regisseur Philipp Becker am Sonntag vor den Spielern.

Wichtig sei ihm und seinem Team gewesen, das einzuhalten, was man im Konzept versprochen habe: «ein gemeinsames Festspiel der Freiheit zu feiern, an dem ihr alle beteiligt seid», sagte er zu den Spielern. Für Gelächter sorgte Becker spätestens, als er erwähnte, wie viele unterschiedliche Positionen der «Tell 2016» beinhalte, und als er sich gleichzeitig entschuldigte, nicht alle namentlich nennen zu können. «Denn bei einer Anzahl von 645 sässen wir morgen noch hier», meinte der Regisseur.

Zur Besetzungsfeier waren auch viele junge Leute gekommen, die bereits Schauspielerfahrung beim Kollegi-Theater gesammelt haben. Sie nahmen unter herzlichem Applaus der erfahrenen Kollegen ihre Rollen in Empfang. «Das Zusammenspiel von jüngeren Menschen mit bereits Tellspiel-erprobten Kolleginnen und Kollegen in unterschiedlichsten Konstellationen liegt mir besonders am Herzen», sagte Philipp Becker.

Premiere am 20. August

Seit dem 17. Oktober wird für die Tellspiele 2016 geprobt. Die Neuinszenierung von Philipp Becker wird am Samstag, 20. August 2016, im Theater Uri in Altdorf Premiere feiern. Die Spielsaison dauert anschliessend bis am 22. Oktober.

Bruno Arnold

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