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Urs Meile: «Man fragt einfach ‹How much›?!»

Nachgefragt
Galerist Urs Meile in seiner Luzerner Galerie. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 6. Juni 2012))

Galerist Urs Meile in seiner Luzerner Galerie. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 6. Juni 2012))

Seit gestern ist die Kunstmesse Art Basel fürs allgemeine Publikum geöffnet. Mittendrin auch Urs Meile, Galerist aus Luzern.

Urs Meile, an der Art Basel wird mit gigantischen Summen gehandelt. Wie fragen Profis auf stilvolle Weise nach dem Preis eines Objekts?

Es gibt keinen Code, man fragt einfach «How much?!».

Wie erkennen Sie, ob jemand echtes Kaufinteresse hat?

Durch die Art der Fragestellung: Was will der Künstler nebst den Farben ausdrücken? Was – eine ganz wichtige Frage – macht er sonst? Wie arbeitete er vor zwei, fünf Jahren? So lässt sich die Entwicklung eines Werkes entschlüsseln. Vielleicht kommt aber auch einfach ein Besucher in unsere Box und sagt, sehr schön, das brauche er als Dekoration übers Kanapee! Was das koste.

Ein Spontankäufer?

Wir unterscheiden zwischen Käufern und Sammlern. Gewisse Arbeiten verkaufen wir Käufern nicht. Das klingt arrogant, ist aber wichtig. Bei arrivierten Künstlern kann die Nachfrage das Angebot übersteigen. Künstlern hilft es am meisten, wenn eine Arbeit in eine Sammlung geht, die viele Leute sehen.

Dieses Jahr sieht man überall Bezüge zu Afrika. Ein Vor- oder Nachteil für Sie?

Je nach Messe kann es eine Massierung geben. Aktualität, Modeströmung und so weiter. Mittel- oder langfristig spielt es keine Rolle, woher ein Künstler kommt.

Wofür soll die Galerie Urs Meile international stehen?

Uns ist es wichtig, dass wir es schaffen, immer wieder junge Künstler an die Weltspitze zu bringen. Etwa Yan Xing, der in der Kunsthalle Basel gerade eine Einzelausstellung hat. (ear)

Hinweis

Art Basel läuft noch bis Sonntag. www.artbasel.com

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