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VIDEOSPIELE: «Uncharted: The Lost Legacy» : Mehr vom Gleichen – das ist auch gut so

Mit «Uncharted: The Lost Legacy» testet Entwickler Naughty Dog, ob die erfolgreiche Playstation-Serie auch ohne Hauptfigur Nathan Drake funktioniert.
Federico Gagliano
Die beiden Protagonistinnen Chloe Frazer hauen und schiessen sich durch das Game-Abenteuer. (Bild: PD)

Die beiden Protagonistinnen Chloe Frazer hauen und schiessen sich durch das Game-Abenteuer. (Bild: PD)

Das neue Kapitel in der Uncharted-Saga hat ein klares Thema: Frauenpower. Da sich der bisherige Protagonist, Nathan Drake, am Ende des letzten Spiels zur Ruhe gesetzt hat, ist es Zeit für einen neuen Schatzsucher – oder eben Schatzsucherin - ins Rampenlicht zu rücken. Vorhang auf für Chloe Frazer, die Abenteurerin und Fluchtfahrerin indisch-australischer Abstammung, die erstmals in «Uncharted 2: Among Thieves» zu sehen war.

Chloe ist nicht allein: Ihr zur Seite steht die Südafrikanerin Nadine Ross, ehemalige Söldneranführerin und Gegenspielerin aus dem letzten Spiel, «Uncharted 4: A Thief’s End». Da «The Lost Legacy» zeitlich nach den Ereignissen aus dem letzten Spiel handelt, steht es schlecht um Nadine . Inzwischen ist sie selbstständig – und braucht dringend Geld. Da kommt ihr Chloes Angebot gerade recht.

Chloe sucht nämlich ein antikes Artefakt des gefallenen Hoysala-Reiches in Indien: den goldenen Stosszahn von Ganesha. Das Problem: Ein skrupelloser Kriegstreiber namens Asav ist ebenfalls hinter dem Stosszahn her. Für Fans von Uncharted wohl ein Déjà-vu – die Rahmenhandlung ist für die Serie nicht gerade neu. Trotzdem kann «The Lost Legacy» mit ein paar Überraschungen auftrumpfen. Die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren Chloe und Nadine trägt auch einiges dazu bei, dass die Banalität der Story in den Hintergrund rückt.

Gameplay bleibt unverändert

Die beiden Frauen bringen einen frischen Wind in die Serie, ohne dass sich am Spiel viel ändert. Chloe ähnelt Nathan Drake zwar charakterlich sehr, wobei sie vielleicht etwas grober zur Sache geht. Trotzdem fühlt sich das Zusammenspiel zwischen der Laissez-Faire-Mentalität von Chloe und der immer gut organisierten Nadine ziemlich neu an. Dies, obwohl das Spiel zumindest im Gameplaybereich nicht viel Neues bietet. Das Spiel ist eine exakte Kopie des Vorgängers: Schiessen, Klettern, Fahren – alles fühlt sich gleich an wie beim Vorgänger. Chloe kann nur etwas mehr als Drake: Schlösser knacken. Mehr ist aber auch nicht nötig: Das Gameplay funktioniert hier genauso gut wie beim letzten Mal.

Neu und anders ist das Setting: Die indischen Westghats. Die Gebirgslandschaft im Westen Indiens gehört zu den schönsten Landschaften, die Entwickler Naughty Dog bisher digital umgesetzt hat. Malerische Dschungel mit traumhaften Aussichten und mysteriösen Ruinen sehen besser aus denn je. Die Kampagne, die mit rund sechs bis acht Stunden Spielzeit gar nicht weit hinter den Hauptteilen der Serie steht, führt zwar an weniger Orte, dafür in umso grössere. Darunter sind auch einige grosse Momente, die sogar manche Sze

nen aus den Vorgängern in den Schatten stellen. Die kürzere Dauer hat auch einen Vorteil: Während «Uncharted 4» im letzten Viertel in Repetition versank, hat «The Lost Legacy» genau die richtige Länge.

Das Spiel, das ursprünglich nur als Erweiterung geplant war, hat trotzdem deutlich mehr Fleisch am Knochen als erwartet, denn auch der Multiplayer-Modus und der Survival-Modus kehren zurück. Trotzdem handelt es sich um das gleiche Gericht wie im letzten Jahr – nur die Würze hat gewechselt. «Lost Legacy» liefert deshalb mehr Uncharted, ohne viel anzufügen – das ist aber auch gut so. Fans der Reihe, die noch nicht genug haben – hier werdet ihr bedient. Für Uncharted-Neulinge eignet sich das Spiel eher als Vorgeschmack auf die Serie. Der einzige Wermutstropfen: Ohne Kenntnisse über die Vorgänger haben einige Story-Elemente nicht den gleichen Überraschungseffekt – dem Spielvergnügen schadet das aber nur geringfügig.

Federico Gagliano

«Uncharted: The Lost Legacy» ist ab dem 23. August für Playstation 4 erhältlich und ab 16 Jahren freigegeben.

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