Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Viscosistadt wird zur retrofuturistischen Bühne

«Cybercity» spielt in Hallen der Viscosistadt in Emmenbrücke. Der Ort ist beliebt für Theater, hat aber seine Tücken.
Céline Graf

Die Produktion Kabel, Stahl, Lämpchen, Fliegerbrillen: An der Luzerner Fasnacht ist der Steampunk, eine Mode aus der Zeit der Industrialisierung, wieder mal beliebt. Das passt: Heute, wenn die Digitalisierung alles umwälzt, haben viele Kostüme eine retrofuturistische Ästhetik.

Und siehe da, sie prägt auch «Cybercity». Die multimediale Theaterperformance hat am Samstag Premiere auf dem alten Industrieareal Viscosistadt in Emmenbrücke. Wo einst Kunstseide produziert wurde, erstreckt sich nun über drei Hallen und mehrere Levels eine Parallelwelt zwischen Matrix-Illusion, Gruselkabinett und Filmset.

Regisseur Mirko Borscht inszeniert mit jungem Ensemble, Gefährten aus Deutschland (Bühne, Kostüme) sowie dem Luzerner Theater dessen zweite grosse Jugendproduktion. Die erste, «No Future Forever» 2017, war unserem Kritiker damals zu brav. Wird es nun besser? Die Location jedenfalls schreit nach etwas Wildem. Auf Borschts Bühnen ist laut Nachtkritik.de jeweils «ganz schön viel los», und er spielt gern auf Science-Fiction-Dystopien wie «Metropolis» an.

Günstige Kulisse, schwierige Akustik

Die Kulisse, von den Jugendlichen mitgebaut, ist günstig rezykliert worden aus älteren Produktionen und Brockenstuben. «Wir haben den halben Requisitenkeller des Theaters ausgeräumt», sagt Regieassistentin Gilda Laneve. Viel Licht habe «zu einem netten Rabatt» die Firma Auviso aus dem gleichen Gebäude in der Viscosistadt geliefert. Auf diese Hallen wichen sie aus, nachdem der Wunschort zu gefährlich und anderswo bereits der «Gedächtnispalast» einquartiert war. Jenes Stück kommt dann Ende April.

Den Livesound kreiert wie schon bei «No Future Forever» Silvan Koch, nun mit Bandkollege Janos Mijnssen und fünf weiteren Musikern. Wie die Schauspieler werden sie oft improvisieren. «Die Akustik ist schwierig, es hallt stark», sagen sie. Sie übertragen den Ton abgemischt und haben sich aus Stoff und Steinwolle eine höhlenartige Kammer gebaut.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.