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Völkerball soll Mobbing sein

Heinz Lang

Kanadische Forscher wollen das Spiel Völkerball aus dem Unterricht verbannen. Völkerball sei legalisiertes Mobbing, sagte die Bildungswissenschafterin Joy Butler dem kanadischen Sender CBC. Die Professorin der Universität British Columbia verurteilt vor allem die Botschaft des Spiels: «Völkerball vermittelt den Schülern, dass es okay ist, andere zu verletzen.» Beim Völkerball wird der Gegner mit einem Softball aus dem Feld ins Aus geballert. Natürlich trifft es in der Regel zuerst die Schwachen, und die Starken überleben bis zum Schluss. Gewonnen hat das Spiel jenes Team, das zuletzt noch Spieler im Feld hat.

Die Wissenschafter haben für ihre Studie, die demnächst in der Fachzeitschrift «European Physical Education Review» erscheint, Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren zum Sportunterricht befragt. Besonders negativ erwähnt wurde das Spiel «Dodgeball», die amerikanische Variante von Völkerball. Von einigen Schülern wird das Spiel als «unterdrückend» und «entmenschlichend» wahrgenommen. Besonders schwächere Schüler hätten berichtet, beim Völkerball von stärkeren Klassenkollegen gedemütigt, gar gejagt zu werden.

Im Netz hat das geforderte Verbot des populären Spiels eine Kontroverse ausgelöst. Die Jugend sei nicht in Watte zu packen, argumentieren die Befürworter des Spiels. So menschenverachtend kann Völkerball nicht sein: Michelle Obama, Ex-First-Lady der USA und bekannt als Gutmensch, macht es auch. In einer TV-Show führte sie ihr Team beim Promivölkerballspiel eigenhändig mit einem satten Schuss in des Gegners Schritt zum glorreichen Sieg.

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